Das Bild der Woche:

48 Stunden Taken

Das Kind hat sich vollgestopft.

Zu viel. Zu schnell. Alles durcheinander.

Um 21.24 Uhr kotzt er dir alles ins Bett.

Vom Geruch wird dir schlecht.

Kämpfst gegen deinen eigenen Würgereflex.

Neues Bettzeug muss her.

Licht an. Bereitschaftsdienst anrufen.

Bett abziehen. Kind unter die Dusche.

Gegen den Würgereflex arbeiten.

Zack. 48 Stunden Isolation.

Aber mit Freigang, solange du niemandem zu nahe kommst.

Du darfst raus und fühlst dich trotzdem eingesperrt.

Medizinisch verordnet.

Verdacht auf Magen-Darm.

Kein Befund. Nur Vorsicht.

Zum Kotzen.

Du redest dir ein, es hätte auch Vorteile.

Kein Therapieplan und kein Smalltalk.

Beine vertreten.

Vielleicht sogar ausschlafen. Denkst du.

Von wegen. Das Kind weckt dich nicht. Das schläft.

Aber das Frühstückstablett an der Tür.

Was für eine Scheiße.

Die Optimistin in deinem Kopf grinst und korrigiert: Schöne Scheiße.
Immerhin ist es fast Frühstück ans Bett.

Obst. Mortadella. Kaffee.
Standard-Vollkost.
Für einen Körper, der vielleicht gerade Ruhe braucht.


Also raus zu deiner besten Freundin Anne.

Anne frische Luft.
Aber deine 10.000 Schritte?
Kannste knicken.

Du schiebst die Karre und trägst trotzdem 13 Kilo auf dem Arm.

Danach bist du erschöpft.

Zeit für Mittagsschlaf.

Zettel an die Tür: „Bitte nicht stören.“

Batterie aus dem Zimmertelefon.

Dieses Mal sorgst du für Ruhe.

Abends bekommst du eine Belehrung.
Weil dein Tablett in der Teeküche stand.
Die du in Isolation nicht betreten darfst.
Wegen Keimverteilung.
Verstehst du vollkommen.

Es sind nur 48 Stunden.

Raus darfst du, aber nicht in die Teeküche.

Doch die Bude fühlt sich mittlerweile kleiner an als dein Geduldsfaden.

Dann kommt dein Liebster dazu.

Platz ist schließlich in der kleinsten Hütte.

Zwei Erwachsene. Ein Zimmer. Ein Bad. Ein Kind.

Kurz vor Ende.

Kind schläft

Um 21:30 Uhr klingelt das Telefon: „Sie dürfen die Isolation verlassen.“

Pfff. Rollst nur noch mit den Augen.

Als würdest du um 21.30 Uhr mit einem Kleinkind noch schwofen gehen.

Was ein Stresstest.

Zum Glück steht morgen Entspannung auf dem Therapieplan.

Isolation? Kein Problem.
Vorsicht? Besser als Nachsicht.
Aber ein Standard, der keinen Unterschied macht, fühlt sich falsch an.

Und jetzt gibt es den FREUtagsfüller, der vom Freitagsfüller auf Barbaras Blog inspiriert wird.


  1. Momentan verhindert. Das sollte in meiner Mailabwesenheitsnotiz stehen. Wenn ich herausgefunden habe, wie ich sie aktiviere, werde ich sie nicht mehr deaktivieren, sondern nur noch ergänzen „auf unbestimmte Zeit“.
  2. Zwei Paar Alpakasocken helfen gegen kalte Füße.
  3. Am liebsten wäre ich mal Mäuschen beim FBI, um in den Epstein-Files zu schmöckern.
  4. Kippenstummel auf die Straße schnippen, Abfall in den Wald kippen und Bonbonpapier rumschmeißen, muss das denn sein?
  5. Wenn ich morgen Geburtstag hätte, würde ich mich selbst zu Kaffee und Kuchen einladen. Aber dazu muss ich zum Glück nicht Geburtstag haben. Das mache ich morgen einfach mal so.
  6. „Zeit für mich“ auf meinem Therapieplan, für diese Kleinigkeit bin ich dankbar.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Buch (Eragon), morgen habe ich geplant, meine Freundinnen Annika und Veri zu treffen, und Sonntag möchte ich einen ganz entspannten Tag mit meiner Familie genießen.


Hab einen Happy FREIday.

Deine Marion

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Marion Glück ist Mentorin für mentale Gesundheit, Autorin und ehemalige Offizierin. Sie begleitet Führungskräfte in herausfordernden Zeiten und verbindet psychologische Tiefe, unternehmerisches Denken und persönliche Erfahrung.

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