My KISS for you

  • Entspannung ist was dich beruhigt. Das entscheidet dein Nervensystem und nicht Instagram.
  • Wer sich nach fremden Entspannungsregeln richtet, erhöht inneren Druck. Entspannung entsteht, wenn du deiner eigenen inneren Autorität vertraust.
  • Beobachte im Alltag, wobei dein Körper runterfährt. Baue genau das regelmäßig ein.



„Du solltest wirklich jeden Tag 20 Minuten meditieren.“ wurde mir irgendwann mal gesagt.

Die Ausbildung zur Meditationsleiterin hatte ich da schon lange in der Tasche.

Was mein Gegenüber jedoch meinte war dieses auf dem Kissen hocken, eine Hand aufs Herz und reinspüren.

Wie mich das aggressiv macht!

Ich entspannte anders.

Alles kann Mediation sein.
Und manchmal merke ich erst im Nachhinein, dass mich eine Tätigkeit entspannt hat.




Hallo mein Herz,

diese Woche war alles andere als pure Entspannung.

Ich wurde mal so richtig auf den Teppichboden der Tatsachen runtergeholt.

Ich bin nämlich aus dem Bett gefallen.

Die anderen Höhepunkte liest du gleich.

Mein Wochenhighlight

Am Freutag war ich in Potsdam.
Kaffee mit Carmen.
Ein paar Bilder machen, jede Menge schwatzen und ein, zwei Videos nebenbei.

Nach meiner „ich stresse mich immer noch am besten selbst“-Woche war das Entspannung pur.

Später am Wochenende trafen wir uns wieder zum Leseknochen nähen.
Das Projekt war nämlich nicht abgeschlossen, weil ich nach dem Probeknochen keinen Bock mehr hatte.

Ich wollte nämlich unbedingt alles alleine machen.

Also haben wir uns bei Teil 2 für die Arbeitsteilung entschieden.
Ich habe Stoff geschnitten und Vlies aufgebügelt.

Carmen hat genäht, was das Zeug hält.

Die Zwillinge haben die Knochen dann mit Kissenwolle ausgestopft.

Nebenbei lief der Therapiesong-Ohrwurm von Carmen.

Ich musste nicht denken. Nicht reden und nur entscheiden, welchem Stoffstück ich als Nächstes einen überbügel.

Ich war sowas von im Flow.

Denn wenn ich eins aus 2025 gelernt hatte, dann, dass mich die Nähmaschine schnell auf 180 bringen kann. Vor allem, wenn es nicht so geht, wie ich will.

Sobald ich mit jemandem im Team arbeite und jeder das macht, worauf er Bock hat, wird es leicht und bringt Spaß.

Das hat mich nachdenklich gemacht.

Denkfehler mit der Entspannung

Ich hänge momentan mehr bei Insta rum, als sonst.

Da wird meditiert.

Auf einer Matte, auf der ein Meditationskissen hübsch angerichtet ist.

Der Timer wird gestellt und auf Knopfdruck sollen die Gedanken wie auf einer Wolke davonziehen.

Funktioniert nur nicht für jede:n.



Was mich entspannt, kann dich aggro machen

Ich entspanne beim Zerschneiden und Bügeln.

Mit der Schere durch den Stoff, wie mit dem Messer durch weiche Butter.

Großartig.

Dieses geschmeidige „über-den-Stoff-gleiten“ mit dem Bügeleisen, dass schnauft wie eine Dampflok.

Gleichmäßige Bewegung mit strukturierter Reihenfolge.
Kein Überraschungsmoment.

Gleichzeitig kann das für andere die Horrorvorstellung sein, bei der der Puls schneller nach oben schnellt als beim Bungee-Jumping.
Entspannung ist vielfältig.

Und ich liebe sie am meisten, wenn sie mich nicht nur entspannt, sondern auch noch funktional ist.

Da habe ich das Gefühl von Geschwindigkeit, weil ich die Zeit doppelt nutze.

Kann sein, dass das nur Menschen nachempfinden können, deren Kopf schneller ist als der Alltag.

Nicht alles, was ruhig aussieht, beruhigt.

Manche regulieren sich über Stille.
Andere über Bewegung.
Wieder andere durch Musik.

Ich durch mediative Hausarbeit.

Die geht immer und überall.

Und sowohl beim Bügeln als auch beim Gemüseschnippeln bin ich besser achtsam und auf das fokussiert, was ich gerade tue.

Wenn ich nämlich meinen Gedanken auf der Wolke nachhänge, dann tut das früher oder später weh.

Mein Impuls für dich

Hör auf, dich blöd zu fühlen, wenn die Insta-Yogi-Sitzmediation nichts für dich ist.

Frag dich einfach:

  • Wobei wird mein Kopf chillig?
  • Bei welchen Tätigkeiten fühle ich mich „easy going“?
  • Wo wird Zeit weiter, statt bedrückend eng?


Vielleicht passt für dich eine Bewegungsmeditation.

Das Programmieren eines Makros in Excel oder ein anderes Bastelprojekt.

Möglicherweise ist es Kochen oder Backen.

Oder Karten sortieren.

Und ich garantiere dir eins: auch deine Art von Entspannung ist instagrammable.

Glaub mir, ich habe diese Woche schon soooo viel gesehen.

Falls du also noch nicht weißt, was dich entspannt, kannst du dort Inspiration finden.

Und das bringt mich zum nächsten Punkt.

Was sonst noch so los war

Meine Arbeit hat sich gezogen wie Kaugummi.
Ich hatte nämlich spontan letzte Woche die Idee eine 30-Tage Instagram-Challenge mitzumachen.

Es ging also mehr Zeit als gedacht in dieses, wie ich es nenne, Social-Media-Gedaddel.

Thema finden.

Hooks, Caption, Hashtags.
Video basteln.
Musik suchen (lizenzfrei, bitte).

Und das Ganze dann unfallfrei mit dicken Daumen auf dem kleinen Smartphone einstellen.

Und zwischendrin immer wieder die Frage: Bringt das eigentlich irgendwas?

Die Zahlen werden es mir dann Mitte Februar verraten.

Ich werde auf jeden Fall was gelernt haben, und wenn es nur ist, dass mich Social Media genauso aggro macht, wie das Sitzen auf einem Meditationskissen und das Beobachten meines Atems.



Beim Kinderarzt war ich dagegen ganz entspannt.
Ich wusste, dass alles okay ist.
Der Termin war eher für die Kita – Rückmeldung nach dem letzten Entwicklungsgespräch.
Nebenbei habe ich gleich erfragt, wie wir dem Bären nachts die Flasche abgewöhnen.
Ab nächster Woche wird es laut.

Das war jedoch schon diese Woche so, denn Noah hat gebissen.
Nicht mich, sondern Mr. Magic.
Für mich war es eher witzig.

Für Mr. Magic ein fettes Aua mit dickem Finger, Bissspuren und Kühlakku.

Außerdem habe ich Noah die Haare geschnitten.
Trotz ausführlicher Erklärung per Video von Tante Annika, war ich am Ende dankbar, dass es dem Bären noch egal ist, wie er aussieht.

Denn während Mr. Magic sagt, dass es gut aussieht, rennt meine innere Perfektionistin schreiend davon.


Ich wünsch’ dir eine chillige Woche.

Deine Marion Glück

P.S.

Wenn dich Metall-Musik entspannt, dann gönn‘ dir.

Mein Bügeln und dein Headbangen.

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