My KISS for you

  • Narben sind Teil deiner Geschichte, kein Makel. Sie zeigen, dass du überlebt hast.
  • Verdrängte Wunden kosten Kraft. Angenommene Narben schaffen Verbindung, innere Ruhe und Wirkung.
  • Schau hin statt weg. Gib deinen Narben Raum (Gespräch, Schreiben, Bild, Ritual). Verwandle Scham in Bedeutung und Stolz.

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Autorin: Angela Ziller

Angela Ziller lebt an der Ostsee und begleitet seit vielen Jahren Menschen in Phasen des Wandels. Als ganzheitliche Coachin für Neuorientierung und Heilcoach verbindet sie systemische Klarheit mit seelischer, energetischer und emotionaler Wahrnehmung. Sie verbindet Tiefe mit Leichtigkeit und schafft Welten, die berühren, erinnern und Klarheit schenken.


Thema: Karriere

Unterthema: Tag

Magic 8

Gechannelt von Marion Glück

  1. Aufstehen
  2. Mein Tag wird kommen.
  3. Betriebsamkeit
  4. Schatten
  5. 24 Stunden
  6. Sonnenaufgang
  7. Tag der Deutschen Einheit
  8. Licht


Das ist Angelas Geschichte

Ich war 16 Jahre alt, als es passierte.

Ich habe mit Glück überlebt.

Der Unfall hat sichtbare und unsichtbare Spuren hinterlassen.

Narben zeichnen seitdem meinen Körper und meine Seele.

Ich bin die eine davor und die andere danach.

Lange habe ich mich nicht ganz gefühlt.

Als wäre etwas von mir dortgeblieben, wo der Ofen explodierte.

Mein Körper heilte nur langsam.

Zu schlimm waren die Verbrennungen.

Noch langsamer heilte die Seele.

Mein Leben blieb stehen.

Viele 24 Stunden lang.

Aufstehen aus dem Bett und aus diesem Trauma war mein einziger Auftrag in dieser Zeit.

Ich wusste, mein Tag wird kommen, an dem ich ohne Schmerzen aus dem Krankenhaus spaziere.

Doch ich fühlte diesen Makel.

Ich habe überlebt.
Niemals mehr die Alte.

Ich war jetzt anders.

Heute, 30 Jahre später, stehe ich vor meinem Spiegel.

Ich bin nackt.

Ich schaue mich an.

Meine Finger streichen liebevoll über die Narben, die längst verblichen und dennoch unübersehbar sind.

Ich habe überlebt.

Sie erinnern mich daran.

Ich bin dankbar dafür.

Meine inneren Wunden habe ich auch geheilt.

Nur manchmal ist der alte Schmerz noch fühlbar.

Er gehört jetzt zu mir wie ein Muttermal.

Ich habe es akzeptiert.

Geblieben ist ein tiefes Vertrauen in das Leben.

Hätte ich gehen sollen, wäre ich nicht mehr hier.

Meine Kinder kommen zu mir gelaufen.

Sie stehen neben mir und kuscheln sich an mich.

Für sie bin ich perfekt.

Mit jeder einzelnen Narbe.

Nichts ist zu viel oder zu wenig.

Was für ein Bild.

Es bedeutet alles für mich.

Ich bin Fotografin.

Ich habe Narben.

Wie viele meiner Kunden.

Sie sind sichtbares Zeichen eines bewegten Lebens.

Sie zeigen, ich bin eine Kämpferin.

Heute trage ich sie mit Liebe und Stolz.

Ich habe viel erreicht.

Nun dürfen die Narben aus dem Schatten ins Licht treten.

Sie gehören zum Leben.

Ich will dies auch für meine Kunden sichtbar und fühlbar machen.

Ich will auf diese Weise heilen helfen.

Nicht die äußeren Narben, vor allem die inneren.

Sich selbst anzunehmen und zu lieben, mit allem, was wir sind, ist oft ein langer Weg.

Meine Bilder haben die Kraft, hierbei zu unterstützen.

Sie sind emotional.

Gestern, am Tag der Deutschen Einheit, habe ich eine besondere Session gestaltet.

Ich habe eingeladen zu „Goldene Narben“.

Es wurde ein besonderes Fotoshooting für meine Kundin.

Ich hatte sie eingeladen, ihre Narbe in Gold zu tauchen.

Mit einem Pinsel und Goldpuder das zu gestalten, was ihren einzigartigen Kampf sichtbar macht.

Es ist Zeit, sich mit ihren Narben in einem anderen Licht zu sehen.

Sie kam und die Session startete ganz behutsam.

Sie zog sich aus, nahm Puder und Pinsel und begann.

Während sie mit konzentrierter Betriebsamkeit den Puder auf der Narbe verteilte, begann sie, von der schlimmsten Zeit in ihrem Leben zu berichten.

Sie erzählte von ihrem Kampf, ihren Schmerzen und dem Weg der Heilung.

Sie hat einiges verloren.

Verlust und Schuld kamen hoch.

Doch wir sprachen auch über ihre Siege.

Sie schaute sich an. Bewusst. Ein Spiegel stand dabei.

Dann wurde sie mit einem Mal ruhig.

Eine Träne rann still die Wange hinunter.

Leise nahm ich meinen Fotoapparat und machte Fotos von diesem Moment, der so zart, so verletzlich war, und fast intim.

Sie sieht sich an und wie bei einem Sonnenaufgang hellt sich ihr Gesicht auf.

Sie ist ganz. Sie fühlt es.

Endlich.

Dieser Moment ist für sie.

Ich fotografiere.

Ich fühle sie.

Ich verstehe sie.

Unsere Narben erzählen unsere Geschichten mit Stolz.

Ich bin Fotografin.

Ich mache Emotionen sichtbar und verbinde.


Buchtherapieanteil

Narben … sichtbare und unsichtbare – tragen wir alle.

Das Leben zeichnet uns.

Wir zeigen unsere Verletzungen im Allgemeinen nicht gerne.

Denn sie sind Zeichen von Situationen, in denen wir keine Kontrolle über die Geschehnisse hatten, in denen wir nicht das Beste für uns tun konnten, in denen wir verletzt wurden. 

Was uns oft nicht bewusst ist, ist, dass uns diese Situationen schwächen und stärken zur selben Zeit.

Es sind unsere Geschichten, die uns menschlich, empathisch, fühlbar machen.

Denn wir arbeiten uns aus unseren schwächsten Momenten heraus, lernen aus ihnen und finden einen Umgang mit ihnen.

Und wir erkennen einander.

Das verbindet.

Für meine Kundin, eine Fotografin, ist ihr Erleben und der Mut, ihre Narben offen zu zeigen, sich ihnen liebevoll zu stellen, statt sie zu verstecken und als Makel zu behandeln, ein Gamechanger in ihrem Business.

Fotografie ist längst mehr als die Dokumentation dessen, was zu sehen ist.

Bilder sind Botschafter.

Wer sich zeigen und dabei fühlbar sein will, lässt auch einen Blick auf die eigenen Wunden, die eigene Verletzlichkeit zu.

Als Fotografin braucht sie diese Verbindung zu ihren Kunden, um Fotos zu kreieren, die Aussagekraft haben, statt einer Perfektion, die die KI inzwischen viel schneller produzieren kann.


Wir zeigen ein Stück unserer Seele, wenn wir in echte Verbindung gehen.

Dafür braucht es Sicherheit und einen Raum, der Authentizität zulässt, Stärken und Schwächen aushält und die menschlichen Facetten feiert. 

Berührt hat mich die Erkenntnis, dass ihr Business ihre eigene Verletzbarkeit braucht, damit sie auch für ihre Kunden fühlbar ist.

Und du?

Welche Narben – sichtbar oder unsichtbar – trägst du?

Welche sind noch mit Scham oder Wut bedeckt?

Welche deckelst du und trägst sie als schwere Dauerlast in deinem Leben?

Welchen Umgang hast du mit ihnen?

Hast du vertraute Personen, mit denen du offen über deine Narben sprechen kannst, um sie zu verarbeiten, statt sie zu deckeln? 

Bist du dir bewusst, dass dir deine Emotionen den Weg zeigen können, wenn du den Mut hast, dich ihnen zu stellen?

Du entscheidest: Willst du deine Verletzungen wie Steine in deinem Leben tragen oder sie annehmen und ihre Last transformieren?

Sei dir immer wieder bewusst: Du bist weit mehr als die Summe deiner Verletzungen, und du bist mit ihnen auch nicht allein.

Sie haben dich verändert, mit Sicherheit, haben dich geformt.

Doch wie sie dich begleiten, entscheidest du jeden Tag neu.

Ich wünsche dir eine Wahl, die dir inneren Frieden schenkt und dich loslassen lässt, was du vielleicht noch glaubst, festhalten zu müssen, um nachträglich immer wieder für dich einzustehen.

Wenn du dich annehmen kannst, wie du bist, mit all deinen Facetten, mit all deinen Erfahrungen – ist der Kampf gewonnen.

Mehr noch, er ist sinnlos geworden.

Stattdessen erlebst du die Liebe zu dir selbst, den Stolz auf deinen Weg und findest deinen inneren Frieden.

Spürst du, wie du schon beim Lesen und dem Hineinfühlen in die Worte, durchatmest?

Wenn ja, ist das dein Weg…

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