Neues Jahr.
Neues Glück.
Und all die guten Vorsätze, die wir jedes Jahr mitnehmen.

Vielleicht erkennst du dich wieder.

Guter Vorsatz fürs neue Jahr, doch schon drei Wochen später wird er über Bord geworfen.

Zurück in die alte Spur.

Dabei wolltest du doch dieses Jahr mutiger sein, was wagen, anders denken und handeln.

In dieser Woche wurde mir wieder klar, wie sehr alte Erfahrungen unseren Mut beeinflussen.
Und warum unsere Kinder uns dabei oft meilenweit voraus sind.

Hallo mein Herz,

zuallererst: Happy New Yeah!
So sah die letzte Woche bei uns aus.

Mein Wochenhighlight

Noahs erster Schwimmbad-Moment
Ich war mit ihm nämlich nicht beim Babyschwimmen.

Zunächst saß er skeptisch am Rand, plantschte nach einer Weile mit den Händen im Wasser und entdeckte die Wasserspeier für sich.
Davon hatten alle im Umkreis was.

Dann wollte er zur Babyrutsche.
Das war beim ersten Mal noch aufregend, doch dann eher langweilig.
Statt zu rutschen, nutzte er die Chance, um sich einen Überblick zu verschaffen, und alle anderen Kinder mussten warten.
Was mich stressen würde, weil alle meinetwegen warten müssten, macht ihm gar nichts aus.
Dann warten sie eben.
Er hat da die Ruhe weg.

Auf der Familienrutsche wurde es interessant.
Die Mädels überzeugten mich, dass ich unbedingt mal mitrutschen müsste, weil es so viel Spaß macht.
Ich gebe es zu, ich hatte ein kleines Kribbeln im Bauch.

Noah beobachtete währenddessen wieder.

Zunächst zeigte er kein Interesse.
Doch als da ein kleines Mädchen mit ihrem Papa rutschte, wurde er aktiv.
Uns war klar, dass er auch rutschen wollte.

Dann stand er mit Mr. Magic oben an der Rutsche, während ich ihn unten absichern wollte.
Er begann zu nörgeln.
Was von unten aussah wie „Ich will doch nicht und mache einen Rückzieher“, war eine Diskussion mit Mr. Magic, nach dem Motto „Na klar will ich rutschen. Aber ALLEIN!“

Das ist mein furchtloses Kind.

Der Spaziergang am Morgen

Am nächsten Morgen bin ich mit Noah spazieren gegangen.
Frische Luft, Sonnenaufgang und Gedanken sortieren.
Und dabei wurde mir eine Sache bewusst.

Er traute sich, allein zu rutschen.
Vielleicht, weil er noch keine schlechten Erfahrungen gespeichert hat.
Kein inneres Archiv, das ihn warnt.
Das gibt ihm Selbstvertrauen und den Mut, trotz Skepsis loszulegen.


Ein Blick ins innere Archiv

Ich stelle mir mein Gehirn wie ein riesiges Archiv vor.
Da gibt es eine Frau, die die Akten der Vergangenheit bewacht, in denen all meine Erfahrungen gespeichert sind.
Das Erlebte ist emotional verknüpft.
Die ganzen schönen Momente, aber auch die ganze Grütze.

Um mich zu schützen, sucht meine Frontfrau am Tresen meines Archivs immer die Akten mit dem fetten roten X drauf.

Darin gespeichert sind jede Niederlage, jeder Fehltritt, jeder Tiefschlag.
Klar, ist ein gewisses Angstempfinden hilfreich.
Es schützt mich.

Aber manchmal ist es nicht zweckmäßig und behindert das Wachstum.
Vor allem, wenn da die Angst abgerufen wird, die durch eine Erfahrung der Vergangenheit entstanden ist.

Mein Impuls für dich

Mut entsteht, wenn du nicht jede alte Akte wieder hervorholst, bevor du handelst.
Und wenn doch, dann sollte dir bewusst sein, dass es eine alte Angst ist, die nachhallt.

Ich wünsche dir, dass du dieses Jahr mutig bist, als hättest du nie eine schlechte Erfahrung gemacht.

Mutig sein bedeutet nicht, keine Angst zu haben.
Mutig sein heißt, trotz Angst loszugehen.

So wie Noah: kurz zögern, dann rutschen.

Unser Jahreswechsel

Nach dem Weihnachtstrubel haben wir uns eine Woche Auszeit gegönnt.
Mit allem PiffPaff.
Mein Ziel war es, alle Bedürfnisse unter einen Hut bringen.

Was zunächst nach Mission Impossible klang, ist mir dann doch gelungen.
Statt Kreuzfahrt im Mittelmeer wurde es der 7 Stunden entfernte CenterPark.
VIP-Haus mit Sauna am Wasser.

Die Kinder hatten ihr Aquamundo-Abenteuer, Mr. Magic und ich Zeit für das abendliche Wellness-Manöver.
Kann ich nur empfehlen.

Tagsüber sind wir auch mal ausgeschwärmt.
Den Haag und Utrecht.
Stadtbummel, Grachten gucken, Riesenrad auf der Pier fahren.

Aufgrund der unterschiedlichen Interessen und der begrenzten Zeit, durch unseren Milchmann, habe ich mir die Routen von der KI vorschlagen lassen.
Kein zielloses Umherirren, sondern eine klare Marschroute war angesagt.
Ganz nach betriebswirtschaftlichem Min-Max-Prinzip.
Minimale Erschöpfung und maximaler Tagesoutput.

Und im Nu stand der Silvestertag vor der Tür.
Neben der Sauna im Haus, hat mich das Böllerverbot im Park bei der Buchung der Reise sofort überzeugt.

Bei uns im Haus war es entspannt und ruhig.
Der Bär war nach dem Badetag knülle und nach dem Abendbrot im Bett.
Mit den Zwillingen haben wir dann eine Kombination aus Film- und Spieleabend gemacht.
Um 00:15 Uhr fragen sie aber doch mit kleinen Augen, ob sie nun endlich schlafen gehen dürften.
In ein paar Jahren werde ich sie daran erinnern, wenn sie „nur noch ’ne halbe Stunde“ erfragen.

Den Jahreswechsel hätten wir übrigens fast verpasst, weil die Uhr auf dem Babyfone 3 Minuten nachgeht.

Da wir so leise waren, hörten wir den Lärm vor der Haustür.
Auf der anderen Seite des Hafens wurde nämlich geböllert, was das Zeug hielt.
Offenbar wollten die Menschen noch einmal alles rausholen, denn ab nächstem Jahr heißt es in den Niederlanden: Böllerverbot.
Finde ich gut.
Wünsche ich mir in Deutschland auch.
Die Petition habe ich schon unterschrieben.



Hab eine zauberhafte erste volle Woche im neuen Jahr.

Deine Marion Glück

P.S.

Natürlich haben wir Noah nicht allein rutschen lassen.
Aber alle Augen waren auf uns gerichtet, denn er hat geschimpft, wie ein Rohrspatz.
Wir sind nämlich in der Trotzphase angekommen.

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