My KISS for you
- Einen eigenen Führungsstil entwickelt man, indem man schaut, was einem gefällt, und weglässt, was nicht zu einem passt. Hinterfragen lohnt sich.
- Selbstführung ist der blinde Fleck der meisten Führungskräfte, die ins Mentoring für Führungskräfte kommen. Und das Erste, woran wir gemeinsam arbeiten.
- Ein einziges ehrliches Gespräch kann mehr verändern als Jahre Ausbildung. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ich war 12 Jahre als Offizierin bei der Marine. Ich habe Menschen geführt, Prüfungen abgenommen und Ausbildungen geleitet.
Führung habe ich nicht nur in einem Seminar gelernt. Ich habe sie täglich gelebt und erlebt, manchmal gut, manchmal nicht.
Dass ausgerechnet ein 360-Grad-Feedback der Moment werden würde, der mich auf den Weg zur Mentorin bringt, hätte ich nie gedacht.
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Die Führungsausbildung
In meiner Führungsausbildung sagte ein Ausbilder: „Führen Sie Menschen so, wie Sie selbst gerne geführt werden wollen.“
Das klang zunächst schlüssig. Später in meiner Karriere sah ich das anders.
Niemand ist so wie ich.
Was für mich richtig ist, kann für andere Gift sein.
Stattdessen halte ich diesen Satz für besser geeignet: „Führe Menschen so, wie sie es brauchen, um sicher, gesund und erfolgreich arbeiten zu können. Und bitte demotiviere sie nicht.“
Ein anderer Ausbilder sagte: „Schauen Sie sich Ihre Vorgesetzten an. Übernehmen Sie, was gut ist. Lassen Sie weg, was Sie blöd finden. So kreieren Sie Ihren eigenen Führungsstil.“
Klingt easy.
Doch die meisten Führungskräfte machen trotzdem das Gegenteil und übernehmen manches, ohne es zu hinterfragen.
„Ich musste das auch durchmachen. Also müssen es die anderen auch.“
Was für eine Begründung, wenn ich Führung hinterfrage.
Da greift dann die Abkürzung „isso“, was für „Ich schrei sonst“ steht.
Der eigene Führungsstil sollte immer hinterfragt werden, denn er muss sich flexibel an die Menschen, Aufgaben und Situationen anpassen können.
Die ABC-Masken
Als ich Prüfoffizier bei der Führungsausbildung war, sollten Soldaten unter Stress als Gruppenführer die Führungsrolle übernehmen.
Das hieß für die Soldaten, zwei Nächte draußen schlafen, schwere Baumstämme und Ausrüstung rumschleppen, marschieren und zwischendurch immer wieder Prüfungslagen.
Ihre Leistung wurde benotet.
Das Fach war ein Sperrfach, d.h. wer durchfällt, hat den Offizierlehrgang nicht bestanden.
Während dieser Tage gab es Druck von allen Seiten.
Andere Gruppen marschierten teilweise unter ABC-Schutzmaske.
Meine Gruppe nicht.
Einer meiner Soldaten fragte mich: „Warum machen wir das nicht?“
„Weil ich keinen Sinn darin sehe. „Vom Leichten zum Schweren“ ist ein Ausbildungsgrundsatz. Sie haben hier in dieser Prüfungssituation ohnehin schon genug Stress. Überlegen Sie sich immer, wie Sie andere führen, und hinterfragen Sie Ihr WARUM.“
Meine Gruppe und meine Entscheidung.
Es interessierte mich nicht, dass andere Kameraden mich dummmachen wollten, weil die Prüfung bei mir viel zu leicht wäre.
Das 360-Grad-Feedback
2014 habe ich selbst ein 360-Grad-Feedback bekommen.
Ich hatte einen Mentor an meiner Seite, der Tacheles geredet hat.
Er hat mir erklärt, wie das System Bundeswehr und die darin befindlichen Soldatentypen funktionieren. Hat mir das Verhalten meines Vorgesetzten anhand seiner Vita erklärt.
Mich und mein Verhalten ordnete er genauso ein.
Außerdem sprachen wir über Verantwortung.
Gleichzeitig hat er mir ein zusätzliches Puzzlestück zum Thema Führung gegeben.
Wer wirklich führt, schaut auf die Menschen um sich herum, darf sich selbst aber niemals übersehen.
An meiner Pinnwand hing damals eine Deko-Postkarte mit dem Gelassenheitsgebet: „Gib mir die Kraft, die Dinge zu tun, die ich ändern kann. Gib mir den Umgang damit, was ich nicht ändern kann. Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Es folgte ein weiteres langes Gespräch.
Das Gebet begleitet mich seitdem intensiv.
Ich mache öfter einen Check-In und prüfe, ob ich gerade in einer Schlacht bin, die von mir gar nicht geschlagen werden muss.
Am Ende war sein Rat eindeutig.
Schnellstmöglich gesund werden und das System verlassen.
Seitdem wollte ich Mentorin für Führungskräfte sein.
Was danach kam
Ich bin seinem Rat gefolgt, habe eine Therapie gemacht und mich um meine Gesundheit gekümmert.
Eingaben geschrieben, weil ich für meine Werte einstehen wollte.
Ich wollte mir morgens im Spiegel weiterhin ins Gesicht schauen können.
Am 31. Dezember 2015 habe ich die Bundeswehr verlassen.
Meine Geschichte habe ich 2019 in meinem ersten Buch Das Leben ist BUND veröffentlicht.
2016: Meine ersten Kunden im Mentoring für Führungskräfte
Schon in der Klinik wurde mir klar, dass ich nach der Bundeswehr selbstständig sein will.
Mir war nur noch nicht klar, was ich genau machen wollte.
Ich ging 2016 als Training-Managerin in einen Konzern, um meinen Start abzusichern.
Erstmal brauchte ich Stabilität, wollte in der Wirtschaft ankommen und mir einen Überblick verschaffen, was Selbstständigkeit bedeutet.
Durch einen Unternehmensberater bekam ich die Anfrage, ob ich mit einem Kunden von ihm mal über Mitarbeiterführung unterhalten könnte.
Ich bin direkt in die Umsetzung gegangen, weil ich erkannt habe, wo meine Stärke liegt.
Wo steht der Mensch?
Wo will er hin?
Was ist das Delta, das geschlossen werden muss?
Genau das ist Mentoring für Führungskräfte, so wie ich es verstehe.
Über ein Netzwerk, in dem ich im Vorstand war, habe ich dann mein erstes eigenes Mentoringprogramm aufgesetzt und in anderen Unternehmen Führungskräfte begleitet.
Das war und ist genau mein Ding.
Was mich das alles gelehrt hat
Einen Arbeits- und Führungsstil kopiert man nicht einfach.
Sie entstehen durch die eigene Persönlichkeit und durch das, was man selbst durchlebt hat.
Und sie entwickeln sich weiter.
Selbstführung war lange mein blinder Fleck.
Den meisten Führungskräften, die zu mir kommen, geht es genauso.
Dieses eine Gespräch im 360-Grad-Feedback hat mir die Augen geöffnet und hat mein Leben verändert.
Warum ich mich immer wieder für diesen Weg entscheiden würde?
Ich begegne immer wieder Führungskräften, die eine brillante Fachexpertise haben, in der Führung ihrer Mitarbeitenden aufgehen und sich selbst dabei völlig aus den Augen verloren haben.
Sie sind stark im Außen und doch sprechen sie viel zu selten über ihre Emotionen und ihre Herausforderungen.
Mentoring für Führungskräfte wirkt, wenn es dort ansetzt, wo die blinden Flecken sind und wo es wehtut.
Meistens liegen die Themen nicht im Organigramm.
Sie liegen in der Persönlichkeit. In dem, was jemand fühlt, aber noch nicht in Worte fassen und aussprechen kann.
Und ich liebe es, für diese Menschen die Sparringspartnerin zu sein, die sie brauchen, um gesund und erfolgreich zu sein.
Wenn du neugierig und offen für Neues bist, dann probiere doch einfach mal meinen KI‑Coach LUMEA aus.
FAQ
Beim Mentoring für Führungskräfte begleitet dich jemand, der selbst geführt hat, weiß, wie es sich anfühlt, und keine vorgefertigte Methode aus der Schublade zieht.
Coaching arbeitet oft mit Methoden, Techniken und Fragen. Ein:e Mentor:in bringt eigene Erfahrung mit und lässt diese direkt einfließen. Als ehemalige Marineoffizierin kenne ich Führung und mentale Herausforderungen aus erster Hand. Das macht den Unterschied in der Begleitung.
Für Führungskräfte, die in ihrer Fachlichkeit stark sind und sich selbst immer wieder vergessen.
Alles. Ich habe selbst erlebt, was passiert, wenn Führung ohne Selbstführung stattfindet. Aus dieser Erfahrung kommt mein Ansatz. Abgesehen davon habe ich schon bei der Marine jahrelang Führungskräfte ausgebildet.
Ein:e Mentor:in zeigt, was du selbst nicht siehst. Sie oderer bringt eigene Führungserfahrung mit und stellt Fragen, für die du im Arbeitsalltag keine Zeit findest. Was das verändert, habe ich selbst erlebt.
Dann, wenn es nicht mehr um Struktur geht, sondern um das, was jemand fühlt, aber noch nicht aussprechen kann.
Impulse von mir. Fü(h)r dich.
Gedanken, Fragen und Perspektiven für Führungskräfte.
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