Fotocollage Mutter und Kind auf dem Spielplatz mit Schriftzug Staubsauger-Speeddating

My KISS for you

  • Offen sein für Neues fängt mit Abschließen an. Wer emotional an alten Themen festhält, hat keinen Platz für neue Menschen und Ideen. Manchmal räumt ein alter Staubsauger bei Kleinanzeigen den Weg frei.
  • Neue Menschen in dein Leben lassen braucht gesundes Selbstbewusstsein. Bewusstsein für dein Selbst. Wer sich kennt und sich zeigt, zieht die richtigen Begegnungen an. Daran kannst du arbeiten.
  • Offen sein für Neues braucht Mut. Neue Erfahrungen zulassen, auch wenn du nicht weißt, was dabei rauskommt. Die besten Begegnungen passieren ungeplant, in Jogginghose und mit einem Staubsauger in der Hand.



Ich verkaufe einen Staubsauger. Dafür kriege ich neben dem Verkaufspreis eine Tatortreinigerin, ein Buch über Narzissmus und sieben Minuten, die sich anfühlen wie ein ganzer Abend. Diesen Kleinanzeigen-Jackpot muss ich dir erzählen.

Hinweis:
In diesem Artikel verwende ich KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder.
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Hallo mein Herz,

diese Woche hat an meiner Haustür jemand geklingelt, und seitdem sprudeln die Ideen. Ich bin fix und foxy im Kopf. Im besten Sinne natürlich. Schnall dich an.

Sieben Minuten Speeddating an meiner Haustür

Ich hab einen Staubsauger bei Kleinanzeigen stehen.
Monate: 4
Resonanz: 0

Am Dienstag meldet sich endlich eine Frau.
Sie will spontan vorbeikommen.
Ich sage zu, fahre zur Kita.
Wird schon passen.

Kurze Zeit später.

Ich bin auf dem Weg in die Küche, da klingelt es.
Mhh. Komisch.

Kurzer Anwesenheitscheck:
Leni (Zwilling Nr. 1) hockt auf dem Sofa.
Vicki (Zwilling Nr. 2) hätte einen Schlüssel, fährt aber nach der Schule zu einer Freundin zum Lernen.
Mr. Magic ist noch unterwegs. Wir hatten ja gerade erst telefoniert. Der kann es noch nicht sein.
Und der kleine Bär rennt hinter mir.
Bestellt haben wir auch nichts.
Wer soll das sein?

Ich mache auf und da steht sie.

Die Frau von Kleinanzeigen.

Ha! Die war komplett raus aus meinem Kopf.

Während Leni mit dem Bären spielt, hole ich den Staubsauger aus dem Happy Office.
Nach einem kurzen Probesaugen ist nicht nur der Flur sauber, sondern der Staubsauger verkauft.
Sie braucht ihn für die Kita.
Während ich denke, dass sie im Orga-Eltern-Team ist, stellt sich heraus, ihr gehören neben dieser Kita noch 13 weitere.
„Krasser Kram“, rutscht es mir raus, „wie kommen Sie denn dazu?!“

Und jetzt halt dich fest.

„Das ist eine längere Geschichte. Hauptberuflich bin ich Tatortreinigerin.“
What!? Es wird ja immer interessanter.

Wie sich herausstellt, hat sie auch schon ein Buch geschrieben.
Allerdings nicht über Tatorte, sondern über Narzissmus.

Ich stehe in meinem Flur mit dem Staubsauger in der Hand und will sofort den Namen vom Buch.
Muss ich lesen.

Unser Gespräch entwickelt sich wie ein Pingpong-Match.
Informationen und Gefühle, hin und her.
Sieben Minuten, die sich anfühlen wie ein ganzer Abend.
Ich habe das Gefühl, ich kenn die Frau schon ewig.
Was tiefe Gespräche ausmacht, hab ich schon mal aufgeschrieben.

Am Ende tauschen wir Bücher.
Narzissmus gegen Depression.
Dann tauschen wir Nummern.
Wir müssen uns unbedingt wiedersehen.

Als Mr. Magic nach Hause kommt, sprudelt es aus mir raus.
„Du kannst dir nicht vorstellen, was hier innerhalb von 45 Minuten passiert ist.“

Kurzes Briefing.

„So ’ne echte Tatortreinigerin?! Wie bei CSI? Wow, die hat bestimmt was zu erzählen!“

Jede Wette!

Ihr Buch hab ich am Wochenende durchgelesen und wir sind bereits zum Kaffee verabredet.
(Ich werde berichten.)

Speeddating mit dem Leben: Wenn der Staubsauger zum Türöffner wird

Weißt du, was mich an dieser Begegnung nicht loslässt?

Die Kombi. Eine Frau, die Tatorte reinigt und die gleichzeitig vierzehn Kitas betreibt.
Wobei schon eine Kita so ’n Tatort für sich ist, wenn du mich fragst.
Statt Messer und Blut gibt es Glitzer und Rotznasen.

Mein Kopfkino hatte sofort blutige Bilder parat, als sie „Tatortreinigerin“ sagte.
Meine innere Tatort-Kommissarin wollte direkt zehn Fragen stellen.
Wie schafft sie all das?
Wie konnte sie einem Narzissten ins Netz gehen?
Wie kommt eine feinfühlige Frau mit den Energien eines Tatorts klar?


Ich hielt mich zurück und habe die Neugierige in mir gebändigt.
War gar nicht so leicht.
Die darf raus, wenn wir beim Kaffee sind.
Ich habe schon gefragt und darf ein Interview machen.
Da werde ich ja zum Kind.

Vor fünfzehn Jahren war ich mal beim Speeddating und war voll enttäuscht.
Ich hatte es mir aufregender vorgestellt.
Damals saß ich aufgerüscht alle 7 Minuten einem anderen Mann gegenüber.
Ich schwöre dir, 7 Minuten können sich wie 7 Stunden anfühlen und du bist froh, wenn die erlösende Glocke klingelt und die Stimme in deinem Kopf „NEXT!“ schreit.

Und diese Woche stand ich logga im Jogga mit einem alten Staubsauger im Flur und hatte das intensivste Kennenlernen seit Langem.

So ist es eben in der Realität, wenn der Tag durchgetaktet ist.
Man geht auf Netzwerk-Events, likt auf LinkedIn und isst einen Salat beim Business-Lunch.
Man hat zwar KKontakt,aber selten eine intensive Verbindung.
Die passiert meist, wenn wir offen für Neues sind und uns zeigen, wie wir sind.
Wenn wir uns einfach mal keine Rübe machen.
Darüber, wie echte Verbundenheit entsteht, hab ich schon mal nachgedacht.

Warum entstehen die besten Begegnungen ungeplant?

Ich glaube, weil wir anders sind, wenn wir nichts erwarten.
Wir haben kein Programm im Kopf und keinen Elevator Pitch auf der Zunge.
Wir fließen mit unserer Energie mit Leichtigkeit ddahin,und das spürt das Gegenüber sofort.

Ich musste den ganzen Abend drüber nachdenken.
Eine Frau, die beruflich Spuren beseitigt, hat bei mir in sieben Minuten welche hinterlassen.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Is schon witzig, oder?

Und ich hab mich gefragt, wann ich das zuletzt erlebt hab.
Dieses Gefühl, wenn mich eine Begegnung positiv aufwühlt und Energie freisetzt.
Da liege ich dann abends im Bett und denke immer noch drüber nach.
Frage mich, wo die Reise hingeht.

Ich hatte jedenfalls am Abend die Notizapp im Telefon offen und habe all meine Fragen und Ideen festgehalten.

Die Tatortreinigerin mit vierzehn Kitas, die mir von Kleinanzeigen geschickt wurde, hat jetzt meinen Staubsauger.

Vielleicht fängt es mit Loslassen an.
Er hat den Platz geräumt, hat mir Geld gebracht und neue Ideen sind in meinem Kopf eingezogen.
Ein guter Deal.

Mein Impuls für dich

Vielleicht is da gerade ein alter Staubsauger in deinem Leben.
Oder die Überzeugung, dass es bei Kleinanzeigen nur Ramsch gibt.
Kann auch sein, dass du eine Gewohnheit hast, die entsorgt werden könnte.

Kann auch sein, dass du niemanden in dein Leben lassen willst.
Niemals wieder.
Aus guten Gründen.

Trotzdem sage ich: mach die Tür auf.
Stell raus, was du nicht mehr haben willst.

Räum alte Gefühle auf und bleib offen für Neues.
Und wenn das Leben an deiner Tür klingelt, mach auf.
Sei neugierig, auch wenn du nicht weißt, wer davor steht.
Manchmal is es jemand, der in sieben Minuten Spuren hinterlässt.

Was sonst noch los war

Am Wochenende haben wir Burger gegrillt und waren beim Fest der Diakonie.

185-jähriges Jubiläum.
Es gab viel Sonne, Tombola und Kinderprogramm bis zum Abwinken.
Die Mädels hatten eine Freundin dabei und hatten beim Loseziehen Glück.
Sie haben einen Gummifrosch und eine Spardose gewonnen.
Kann man ja immer mal brauchen.

Wir hatten jede Menge Spaß bis zu dem Moment, als sich der kleine Bär an der Spardose in den Finger geschnitten hat.
Also nix wie hin zum Roten Kreuz.
Da war nämlich die Puppendoktorin und hat professionell die Stofftiere zusammengeflickt.
Bis sie plötzlich ’nen echten Patienten hatte.

Noah war ganz tapfer und hat keine Miene verzogen, während er seinen Pulli vollgeblutet hat.
So eine Tatortreinigerin wäre was gewesen…

Ansonsten fremdelt der Kleine gerade und hat permanent die Finger in der Schnute.
Ich schätze, die Backenzähne kommen.
Er ist nörgelig, anhänglich und will viel kuscheln.
Ganz ungewohnt, kann ich aber aushalten.

Zum Muttertag hat er mir einen Strauß Gänseblümchen mit Löwenzahn und ein Prinz-Charming-Lächeln geschenkt.

Beruflich hab ich mein LORELEY-Projekt vorbereitet und ein paar kleine Baustellen abgearbeitet.
Alles in allem hatte ich eine richtig gute Woche.

Deine Marion Glück

PS: Mr. Magic hat gefragt, ob ich jetzt öfter Sachen bei Kleinanzeigen verkaufe, um neue Leute kennenzulernen. Ich hab schonmal eine Liste gemacht.

Du suchst jemanden, der dir zuhört und die richtigen Fragen stellt?
Meine LUMEA ist jederzeit für dich da.



FAQ

Wie werde ich offen für Neues?

Fang mit dem an, was du loslassen kannst. Schließ alte Themen emotional ab und schaff dir Platz. Dann Tür aufmachen und neugierig bleiben. Die besten Begegnungen passieren, wenn du mutig bist.

Warum ist es gut, offen für Neues zu sein?

Weil du nie weißt, wer oder was bei dir anklopft. Wer mutig ist und offen für Neues, macht Platz für Erfahrungen und Begegnungen, die kein Netzwerk-Event liefern kann.

Was bedeutet offen sein für Neues im Mama-Alltag?

Dass du auch im durchgetakteten Alltag die Tür offen lässt. Dafür brauchst du auch Zeit für dich und ein gesundes Bewusstsein für dich selbst und den Mut, alte Themen emotional abzuschließen. Offen sein für Neues fängt im Mama-Alltag oft mit Loslassen an.

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Marion Glück ist Mentorin für mentale Gesundheit, Autorin und ehemalige Offizierin. Sie begleitet Führungskräfte in herausfordernden Zeiten und verbindet psychologische Tiefe, unternehmerisches Denken und persönliche Erfahrung.

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