My KISS for you
- Achtsamkeit im Alltag üben ist eine Fähigkeit. Sie verlernt sich und lässt sich zurückgewinnen.
- Wer ständig in gestern oder morgen lebt, nimmt das Hier und Jetzt nicht mehr wahr — und merkt es oft nicht mal.
- Halte zwischendurch an. Hör, was gerade wirklich da ist. Fühle, wie deine Füße auf dem Boden sehen oder wie sich deine Haut anfühlt.
Noah hat letzte Woche mal wieder Wasser entdeckt. Noch bevor ich einschreiten konnte, hatte er die Matschfinger im Mund. Mein erster Impuls war „sofort einschreiten“. Doch dann dachte ich, warum eigentlich nicht. Dreck soll ja bekanntlich den Magen reinigen. Und während ich in der Sonne auf der Bank saß, ließ ich meinen Gedanken freien Lauf.
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Hallo mein Herz,
Noah wollte sich letzte Woche auf der Krokodilwippe niederlassen, als ihn das feuchte Nass in den Fußteilen magisch anzog. Die kleine Rille war voller Wasser, Steine und jeder Menge Matsch.
Er hat sofort zugegriffen.
Mein erster Gedanke war: ‚Boah nee, dann wird er ganz nass. Auf dem Weg nach Hause vielleicht krank. Es windet ja und dann muss ich ihn umziehen. Talalala.‘
Ich hab mich im Kopf selbst reden hören und dachte ‚Was biste denn schon wieder für ein Helikoptermomster?‘
Hier war dann stopp.
Wovon genau soll er krank werden, wenn er nasse Knie hat?
Da es auf die Frage keine vernünftige Antwort gab, hab ich ihn machen lassen. Was hatte er für Spaß.
Als der kleine Bär das Wasser entdeckt
Er hat geschöpft und in nasse Hände geklatscht. Sich gefreut, wie das Wasser gespritzt ist. Steine reingelegt, wieder rausgefischt, gegeneinander gerieben.
Dann saß er wie angewurzelt und sagte „Horch!“. Er freute sich, wie die Steine klingen.
Ich lieb das Geräusch sehr.
Einen Rasenmäher irgendwo hinter den Zäunen hat er auch gehört, während ich ihn komplett ausgeblendet hatte. Aber sein „Horch!“ hat mir geholfen.
Während er voll und ganz in diesen Momenten ist, erinnerte ich mich derweil daran, wie ich mir das alles vor ein paar Jahren mühsam wieder antrainieren musste.
In der Klinik.
Mit therapeutischer Begleitung.
Weil ich meine Alltagsachtsamkeit irgendwo unterwegs verloren hatte und nicht mal bemerkte, dass sie weg war.
In der Klinik waren wir Waldbaden.
Haben mit geschlossenen Augen an einem Baum gelehnt gesessen, die Nase gen Sonne gereckt und haben nur auf die Geräusche des Waldes gehört.
Moos unter den Füßen.
Spaßeshalber sagte ich damals „Ich glaube, ich höre sogar das Gras wachsen.“
In einer anderen Therapiestunde gab es Duftöle, an denen wir riechen sollten.
Wahrnehmen wie angenehm Lavendel duftet.
Eine warme Kaffeetasse in beide Hände nehmen.
Die Wärme fühlen und den Kaffeeduft aufsaugen.
Ich hab damals gedacht: Was für’n Scheiß.
Mitgemacht hab ich trotzdem.
Und erst als ich mein Buch Das Leben ist BUND geschrieben und mein Therapietagebuch nochmal gelesen habe, habe ich verstanden, was da eigentlich passiert ist.
Ich war so tief in meinen Gedankenschleifen, so beschäftigt mit meinen Problemen, dass die Welt um mich herum kaum noch durchgekommen ist. Ich war komplett isoliert von Schönheit, den vielen kleinen Dingen um mich herum.
Und der kleine Bär? Der plantscht einfach darauf los, ist begeistert von den vielen Selbstverständlichkeiten, die wir Erwachsenen kaum noch sehen und sagt erstaunt „Horch!“.
Warum fällt uns Achtsamkeit im Alltag so schwer?
Bei Müttern ist der Kopf selten leer.
Zumindest ist das bei mir so, weil ich viel um die Ohren habe.
Zwischen den vergessenen Windeln von gestern und dem Prophylaxetermin von morgen, bleibt das Hier und Heute oft auf der Strecke.
Diese so wichtige Präsenz ist eine Fähigkeit, die sich unter Dauerstress schleichend abbaut und die sich, genau wie jede andere Fähigkeit, wieder aufbauen lässt.
Ich hatte sie über die Jahre verloren und hab Monate gebraucht, um sie wieder zu bekommen.
Noah hat sie noch. Hoffentlich bleibt das so.
Ich kann zwar nicht in seinen Kopf gucken, aber ich bin mir sicher, er denkt noch nicht darüber nach, was morgen passiert.
Ich will nicht, dass er von mir lernt, wie man die Gegenwart mit Gedanken an die Vergangenheit oder Zukunft überspielt.
Stattdessen erinnert er mich daran, wie man in ihr verweilt, mit seinen nassen Knien auf dem Spielplatz.
Horch!
Mein Impuls für dich
Wann hast du das Hier und Heute zuletzt bewusst wahrgenommen?
Bist an einer Blume stehengeblieben, hast an ihr geschnuppert, gelächelt und dich gefreut, ganz ohne sofort darüber nachzudenken, was du nachher alles nicht vergessen darfst.
Es sind diese kleinen Alltagsmomente, die den großen Unterschied machen.
Die sind jetzt da.
Auch an einem ganz schnöden Dienstag.
Nicht erst im nächsten Urlaub oder beim nächsten Wochenendausflug.
Jetzt.
Schau dich mal um.
Oder „Horch!“, wie Noah sagen würde.
Halte zwischendurch einfach mal an.
Beobachte, ob du mit deinen Gedanken gerade im Gestern oder im Morgen bist.
Viel Spaß beim Training, wenn du Achtsamkeit im Alltag übst.
Was sonst noch los war
Am Dienstag hatte Noah schon um 5.30 Uhr ausgeschlafen.
Mäh!
Wir haben gefrühstückt und hatten noch eine Dreiviertel Stunde, bis wir zur Kita losmussten.
Seine Laune wurde schlechter und für mich war es das Zeichen: „Eine Runde um den Block.“
Schuhe und Jacke an, Karre raus, Noah rein.
Eine Runde auf unserer Rennstrecke.
Die Kirschblütenallee auf dem Berliner Mauerweg.
Wir gehen da fast jeden Tag lang.
An diesem Morgen war sie nicht so leer wie sonst.
Um diese Uhrzeit zieht es viele Menschen mit Kamera in unsere Hood.
Am Wochenende war es dann gerappelt voll.
Picknickdecke an Picknickdecke. Anime-Mädchen, Kameras und viele Autos, mit fremden Nummernschildern.
Die blühende Allee ist DAS Highlight um diese Jahreszeit.
Beruflich war es diese Woche tatsächlich mal ruhig.
Keine BV, wie ich früher gesagt hätte.
Keine Besonderen Vorkommnisse.
Ich hab meine Wochenroutine durchgezogen.
Kita, Sport, Happy Office, Noah abholen, Spielplatz.
Zwischendurch gibt es immer mal was zu essen.
Diese Tagesroutine hat mir richtig gutgetan.
Montag war ich beim Treffen der Lady Invest Peer Learning Group des Verbands deutscher Unternehmerinnen.
Ein entspanntes Mittagessen über Geld, Moneymindset und Ferienwohnungen als Kapitalanlage.
Da hab ich von meiner Freundin Jenny richtig viel gelernt.
Außerdem hab ich ihren Kuchen bekommen.
Feiner Tag.
Samstag und Sonntag waren wir im Garten.
Während Mr. Magic und ich Unkraut zupften, wollte Noah immer genau da sein, wo gerade gearbeitet wurde. Hochkonzentriert sortierte er seine Steine in meinen Unkrauteimer, und ich sortierte hinterher alles wieder auseinander.
Und dann hatte ich eine Idee für ein neues KI-Projekt.
Nachdem LUMEA so gutes Feedback bekommt, ist es mir eine Herzensangelegenheit eine KI-Assistentin für Sterneltern umzusetzen.
LORELEY soll Eltern helfen, die ein Kind verloren haben.
Im Mai geht das Projekt in die Umsetzung.
Ich freu mich drauf und bin gleichzeitig so aufgeregt, weil ich weiß, wie viel Verantwortung da drinsteckt.
Ich werde dir davon berichten.
Hab eine zauberhafte Woche und zähle die Schmetterlinge.
Deine Marion Glück
PS: Noah hat übrigens auch versucht, aus der Krokodilwippe zu trinken. Das wurde mir dann aber doch zu bunt!
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Wie kann ich Achtsamkeit im Alltag üben?
Achtsamkeit im Alltag üben beginnt mit kleinen Momenten der bewussten Wahrnehmung — ein Geräusch, ein Geruch, eine Wärme in den Händen. Kein Kissen, keine App nötig. Ein Spielplatz reicht.
Warum fällt Achtsamkeit im Alltag so schwer?
Weil der Kopf von Müttern selten leer ist. Zwischen gestern und morgen bleibt das Hier oft auf der Strecke — nicht aus Faulheit, sondern weil Dauerstress die Wahrnehmung schleichend abbaut.
Was hilft Müttern in Führungspositionen, achtsamer im Alltag zu sein?
Kein großes Programm — sondern kleine Anker im Alltag. Einen Moment bewusst stehen bleiben. Hören, was gerade wirklich da ist. Das lässt sich trainieren, auch mit 5 Minuten am Tag.
FAQ
Achtsamkeit im Alltag üben beginnt mit kleinen Momenten der bewussten Wahrnehmung — ein Geräusch, ein Geruch, eine Wärme in den Händen. Fokus auf was gerade ist.
Weil in unserem Kopf selten Ruhe herrscht. Zwischen gestern und morgen bleibt das Hier und Jetzt oft auf der Strecke. Bei Dauerstress bleibt keine Zeit für Achtsamkeit.
Kleine Anker im Alltag. Einen Moment bewusst stehen bleiben. Hören, was gerade wirklich da ist. 3 Dinge im Umfeld aufzählen, die du wahrnimmst. Ein Stück Schokolade auf der Zunge zergehen lassen. Das kann trainiert werden. 3 × 1 Minute am Tag reichen.
Impulse von mir. Fü(h)r dich.
Gedanken, Fragen und Perspektiven für Führungskräfte.
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