Multitasking Mutter Marion Glück lächelnd auf dem Spielplatz mit Kindern

My KISS for you

  • Was bei mir nach Chaos aussieht, ist vorausschauendes Planen: Ich entscheide vorher, welche Zeitfenster auf welche Ziele einzahlen. In der Führung ist genau diese Planungsphase der wichtigste Part.
  • Seit meiner ADHS-Diagnose messe ich mein System an meinen eigenen Maßstäben und mache das Beste aus dem, was ich habe.
  • Beobachte, wie du durch deinen Tag navigierst, und finde heraus, ob dich deine Art zu arbeiten stresst oder dein Urteil darüber.



Das war mal eine kurze Woche. Drei Arbeitstage, fünfundneunzigtausend offene Tabs und ein Gehirn, das alles miteinander verknüpfen will. Diese Woche nehme ich dich mit in den Alltag einer Multitasking Mutter und erzähle dir, warum ich aufgehört habe, mich dafür zu schämen.

Hinweis:
In diesem Artikel verwende ich KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder.
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Hallo mein Herz,

ich sitze im Fitnessstudio.
Gewichte stemmen ist schon durch.
Jetzt sitze ich zur Belohnung in den Lymphdrainage-Boots.
Meine Beine werden durchgeknetet und ich diktiere meine Gedanken in meine Handydatei namens „Braindump“.
Blogartikelideen, neue Kontakte, Aufgaben, die mir nebenbei einfallen.

Quasi für alles gleichzeitig.

Zur gleichen Zeit schreibt mir meine Kollegin über WhatsApp.
Sie sitzt in der Schwimmhalle, ihr Kind planscht, und sie tauscht nebenbei Dateien mit mir.
Wir machen gerade eine besondere Art des Mommy-CoWorkings und sie schreibt: „Ich guck mir das an, sobald ich wieder am Rechner bin.“

Ich schmunzle, weil wir beide gerade dasselbe tun.

Wir dehnen die Zeit, um zu arbeiten und den Familienalltag und in meinem Fall die Me-Time mit abzubacken.

Wenn die Schwimmhalle dein Büro ist und die Lymphdrainage dein Schreibtisch

Es ist Donnerstagnachmittag. Ich schiebe den kleinen Bären auf den Spielplatz.

Während er Bäume guckt, telefoniere ich und pflege mein Netzwerk.

Nebenbei kläre drei offene Punkte und mache einen Termin, für den ich am Rechner sitzen muss.

Später am Abend hänge ich Wäsche auf.

Immer wieder quer durchs Haus.

Treppe hoch, Treppe runter.

Mein Fitness-Tracker jubelt, ich habe meine Schritte quasi im Vorbeigehen erledigt.

So geht das die ganze Woche.

Kaffee2Go und nebenbei Geschirrspüler ausräumen.

Buggy plus Telefonat.

Wäsche und Cardio.

Ein Zeitslot wird wo immer möglich doppelt belegt, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen.

Früher dachte ich: „Boah, Marion. Immer diese Flickschusterei. Du bringst nichts zu Ende. Fünf Projekte parallel, 95.000 offene Tabs im Browser, und am Abend haste das Gefühl, nix geschafft zu haben.“

Was nach einem typischen Multitasking-Mutter-Programm klingt, ist keins.

Was hilft Müttern mit ADHS, ihren Alltag besser zu organisieren?

Mein Gehirn arbeitet anders.

Es sucht Stimulation, es verknüpft automatisch, es braucht mehrere Spuren gleichzeitig.

Seit ich das weiß, hat sich mein Blick auf mein eigenes System komplett verändert.

Was ich mache, ist kein Multitasking.

Ich fülle eine Zeitlinie mit Dingen, die auf verschiedene Ziele einzahlen.

Gleichzeitig.

Früher hab ich viel darauf rumgekaut.

Hab mir angehört, dass es „kein echtes Multitasking gibt“.

Stimmt. Gibt es nicht.

Was ich tue, ist etwas anderes.

Ich nutze die Zeit, in der der kleine Bär beschäftigt ist, in der mein Körper behandelt wird, in der ich sowieso von A nach B laufe.

Und ich fülle diese Momente mit etwas, das auf ein anderes Ziel einzahlt.

Manchmal läuft das ganz schnell hintereinander getaktet.

Ob Fitnessstudio, oder Parkspaziergang oder die Strecke zwischen Waschmaschine und Wäscheständer. Das alles ist auch mein HappyOffice.
Da entstehen die Ideen und Projektpläne.

Und die Leute fragen: „Wann machst du das eigentlich alles?“

Tja. Jetzt wissen sie’s.

Mein Gehirn hat keine fünfundneunzigtausend offene Tabs, weil es kaputt ist

Seit meiner ADHS-Diagnose bin ich deutlich entspannter, lächle liebevoll über mich und über manche Sachen.
Wenn ich meine unzähligen offenen Tabs sehe (die ich nicht schließen kann, weil ich sie zur Erinnerung offenhalten muss, weil ich damit ja noch was machen will), drei Projekte auf dem Schreibtisch, eins auf dem Handy und eins im Hinterkopf.

Früher dachte ich: Du Chaosqueen! So ein Durcheinander. Andere bekommen es doch auch hin. Ich muss disziplinierter sein.

Das dachte ich, weil jemand anderes mir mal gesagt hat, wie „normal“ aussieht. Eins nach dem anderen. Erst das eine fertig, dann das nächste. Schön ordentlich und linear.

Heute denke ich: Das ist bei mir so. Da hilft nicht mehr Disziplin. Ich brauche diese Abwechslung.

Ich hab aufgehört, mein System mit Maßstäben zu messen, die nicht meine sind und mir zu überlegen, was nicht mit mir stimmt, weil ich es nicht hinbekomme nur eine Sache zu machen. Stattdessen mache ich das Beste aus dem, was ich habe und kann.

Mein Impuls für dich

Wer hat gesagt, dass „eins nach dem anderen“ der einzige richtige Weg ist?
Definiere für dich, wie Produktivität in deiner Welt aussieht.
Vergleiche dich nicht mit anderen.
Du kannst beispielsweise entscheiden, ob mehrere offene Tabs ein Problem sind oder dein System.

Stresst dich die Art, wie du arbeitest oder stresst es vielleicht mehr, wie du über die Art deiner Arbeit denkst?
Du darfst das alles hinterfragen.

Beobachte dich heute mal dabei, wie du durch deinen Tag navigierst.
Vielleicht kommt da diese Stimme in deinem Kopf, die das alles bewertet mit „geht garnicht!“.
Finde heraus, wer diese Stimme in dein System eingespielt hat.

Was sonst noch los war

Nach der vollen Drei-Tage-Woche sind wir ins Hotel MaPa zu meinen Eltern gefahren.
Tagesroutine: Aufstehen, Frühstück, Spaziergang, Mittagessen, Mittagsschlaf, Kaffee und Kuchen, Spielen, Abendessen, Spielen, Schlafen. Nächster Tag, gleiche Routine. Das einzige was wechselt ist der Speiseplan und die Spiele.
Dieses Mal haben wir ein Spezialevent geplant und waren im Zoo.
Der kleine Bär lief von einem Gehege zum nächsten und war begeistert vom Streichelzoo und dem Spielplatz.

Apropos laufen: Ich war diese Woche viel draußen. Spazieren gehen an frischer Luft, obwohl das Wetter eher „Oktober-Vibes im Mai“ war.
Mir tat es gut. Am Samstag traf ich bei meinem Spaziergang die Eltern meines Schulkameraden. Seine Mama hat uns früher morgens um kurz vor sieben mit zur Schule genommen. Sie hat uns direkt an der Schule rausgelassen. Damals habe ich mich jeden Morgen bedankt.
Sie erinnerte sich daran, hat es aber nie als etwas Großes wahrgenommen. Wie dankbar ich für jeden Tag war, an dem ich nicht mit dem vollgestopften Schulbus fahren musste und wie viel mir das bedeutet hat, das konnte ich ihr erst jetzt so richtig sagen.

Noah lässt sich auch kutschieren. Letzte Woche wollte ich meinen kleinen Praktikanten von der Kita abholen. Ich schaute mich im Garten um und staunte nicht schlecht, als ich ihn lässig auf der Rückbank eines Dreirads sitzen sah. Vor ihm saß ein Mädchen und chauffierte ihn direkt vor meine Füße. Ansonsten backt mein kleiner König gerne auch mal Sandkuchen für die gesamte Belegschaft.

Am Sonntag war Noahs Uropa in da House. Mittagessen, Kinderfernsehen und Kaffee mit Kuchen. Er hört fast nix mehr, aber strahlt jedes Mal, wenn sein Urenkel mit einem kleinen Auto um die Ecke kommt, um es ihm zu zeigen.

Und jetzt wünsche ich dir eine wunderbare Woche. Sei gut zu dir. Und wenn du heute mal wieder fünf Sachen gleichzeitig tust, dann lächle, denn du bist nicht allein und somit völlig normal.

Deine Marion Glück

P.S. Wenn du für dich definierst, dass du normal bist, dann sollten sich alle anderen Gedanken machen.

Und wenn du merkst, dass dein Kopf manchmal anders tickt als das, was dir als „normal“ verkauft wird, und du dir einen Ort wünschst, an dem du genau das reflektieren kannst: Schau mal bei LUMEA vorbei.
https://gluecksuniversum.de/lumea-me/

FAQ

Was steckt hinter dem Phänomen Multitasking Mutter?





FAQ

Was steckt hinter dem Phänomen Multitasking Mutter?

Viele Mütter belegen Zeitslots doppelt und nutzen Zwischenmomente für Aufgaben, die auf verschiedene Ziele gleichzeitig einzahlen. Das sieht aus wie Multitasking, ist aber ein bewusstes System.

Wie lassen sich mehrere Aufgaben im Alltag gleichzeitig bewältigen?

Zeitfenster gezielt doppelt nutzen: Beim Spaziergang telefonieren, beim Wäscheaufhängen Schritte sammeln oder Wartezeiten für einen Braindump nutzen.

Warum fällt es manchen Menschen schwer, nur eine Sache zu tun?

Bei ADHS sucht das Gehirn nach Stimulation und verknüpft Aufgaben automatisch. Wer das versteht, kann das eigene System akzeptieren und gezielt für sich nutzen.

Was hat Zeitmanagement als Mutter mit Führung zu tun?

Zeitslots doppelt zu belegen, erfordert vorausschauendes Planen. Die Planungsphase gilt in der Führung als der wichtigste Part im Prozess, und genau das passiert im Mama-Alltag ganz automatisch.

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Marion Glück ist Mentorin für mentale Gesundheit, Autorin und ehemalige Offizierin. Sie begleitet Führungskräfte in herausfordernden Zeiten und verbindet psychologische Tiefe, unternehmerisches Denken und persönliche Erfahrung.

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