My KISS for you

  • Du lebst oft fremdbestimmt, weil alte Anpassungsmuster deine Entscheidungen steuern. Dein Körper zieht irgendwann die Notbremse.
  • Dauerhafte Fremdbestimmung führt zu Erschöpfung, innerer Leere und körperlichen Symptomen. Du verlierst den Kontakt zu dir selbst.
  • Triff bewusst eine kleine Entscheidung nur für dich und zieh sie durch. Halte die Reibung aus, wenn dein Umfeld irritiert reagiert. Dein Körper zeigt dir früh, wenn du dich übergehst. Hör hin und handle, bevor er lauter werden muss.


Fühlst du dich manchmal, als würdest du dein Leben einfach nur abarbeiten?

Von To-Do zu To-Do erledigst du, was ansteht.

Es läuft.

Aber es fühlt sich nicht wirklich selbstbestimmt an.

Selbstbestimmt zu leben klingt einfach.

Ist es aber nicht.


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In diesem Artikel verwende ich KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder.
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Der Tag, an dem mein Blinddarm die Entscheidung übernahm

Ich lag frisch operiert im Krankenhaus.

Als der Arzt reinkam, habe ich mich für die Schlafmittel bedankt.

Das meinte ich wirklich erst, weil ich erleichtert war, endlich mal durchschlafen zu können.

Der Arzt schaute mich irritiert an und sagte: „Ich hab Ihnen gerade den Blinddarm rausgenommen. Schauen Sie sich bitte Ihr Leben an. Sie bedanken sich für Schlafmittel.“

Puh.

Zu dieser Not-OP war es nur gekommen, weil ich trotz starker Bauchschmerzen nicht zum Arzt gegangen war.

Schließlich lag da noch ganz viel Arbeit auf meinem Schreibtisch, die sonst ein Kamerad hätte übernehmen müssen und somit noch mehr Arbeit gehabt hätte, als ohnehin schon.

Ich hatte all den Arbeitsärger und den Schmerz runtergeschluckt.

So wie immer.

Selbstbestimmt leben: Was das bedeutet und warum es so schwer ist

„Du musst einfach mal authentisch sein“.

Diesen Satz hörte ich, bis er mir aus den Ohren kam, und er machte mich mit jedem Mal Hören ein wenig mehr sauer.

Authentisch sein ist ungefähr genauso einfach wie selbstbestimmt leben – vor allem, wenn du unbewusst fremdbestimmt lebst.

Schalter umlegen und los geht’s.

Das ist für mich einfach nur Coaching-BlaBla.

Dabei stimmt es natürlich schon, dass du entscheidest, wie du lebst und wie du dich präsentierst.

Doch wenn das so einfach wäre, würden nicht so viele Menschen über einen längeren Zeitraum abends völlig zerstört ins Bett fallen.

Bei mir ging das mehrere Jahre so und obwohl ich 8 Stunden durchschlief, fühlte ich mich am nächsten Tag trotzdem wie gerädert.

Das wechselte dann und ich wachte mitten in der Nacht auf, um darauf zu warten, dass endlich der Wecker klingeln würde, oder um die Panikattacke wegzuatmen.


Das Problem liegt selten in der Gegenwart, sondern eher in der bis dahin vergangenen Entwicklung. Vielleicht stellst du dir irgendwann die Frage: Warum fühle ich mich fremdbestimmt, obwohl ich eigentlich frei bin?

Wenn du dich fremdbestimmt fühlst, hast du das in den meisten Fällen nicht bewusst gewählt.

Es ist ein roter Faden, der sich von Anfang an durchs Leben zieht und sich in alle Lebensbereiche einwebt.

Im Job, wenn du dem Chef den Urlaub opferst.

In der Beziehung, wenn du zum Inder mitgehst, obwohl du eigentlich auf der Couch bleiben und Pizza essen willst.

Im Sport, wenn du zum Training gehst, obwohl der Körper Pause braucht.

Für dich fühlt es sich normal an, weil es schon immer so war.

Du stellst es meistens erst dann infrage, wenn der Schmerz stark genug wird.

Viele erkennen spät, dass sie fremdbestimmt leben und gehen in die Veränderung.

Aber lieber spät als nie, richtig?

Selbstbestimmt leben aus psychologischer Sicht: Die Selbstbestimmungstheorie

Die Selbstbestimmungstheorie (Self-Determination Theory, kurz SDT) wurde in den 1980er Jahren von den Psychologen Edward Deci und Richard Ryan entwickelt und gehört heute zu den am besten belegten Theorien der Motivationspsychologie.

Der Kerngedanke: Du hast drei grundlegende psychologische Bedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit sie sich wirklich wohl, motiviert und lebendig fühlen.

Autonomie:

Du sitzt am Steuer deines Lebensautos.

Du hast das Gefühl, dein eigenes Verhalten aus freiem Willen und von innen heraus zu steuern und nicht durch Verpflichtung oder den Druck, der von außen kommt.

Kompetenz

Du erlebst, wie wirkungsvoll du mit dem was du tust, sein kannst.

Es ist dieses Gefühl: „Ich kann etwas bewegen. Ich habe Einfluss.“, dass wahrscheinlich auch bei dir zu einer tiefen Zufriedenheit führt.

Zumindest ist das bei mir so.

Soziale Eingebundenheit

Du gehörst dazu, hast eine Verbindung zu anderen Menschen und gleichzeitig zu dir selbst. Es ist die Verbundenheit, bei der du dich selbst nicht aufgeben musst.

Wie das geht, kannst du hier lesen: Einsamkeit überwinden: So entsteht echte Verbundenheit


Wenn eines dieser drei Bedürfnisse dauerhaft fehlt, sinkt deine Motivation.

Doch damit nicht genug.

Es entstehen Erschöpfung, innere Leere, und dann kommt der Gedanke „Hier stimmt doch was nicht.“ dazu.

Rückblickend kann ich das klar benennen: Ich habe ein Leben gelebt, das definitiv nicht meins war. Es hat mich ermüdet, bis ich lebensmüde war. Suizidgefährdet.

Ich will hier noch das Stichwort ‚Kontrollüberzeugung‘ anbringen.

Dabei handelt es sich um die Überzeugung, Kontrolle über das eigene Leben zu haben.

100 Prozent Kontrolle über das, was im Außen geschieht, ist unmöglich, weiß ich selbst.

Doch es reicht schon, sich nicht fremdbestimmt zu fühlen und zu wissen: Ich kann mit dem, was passiert, umgehen oder es lernen.

Das ist eine psychologische Grundvoraussetzung, um Selbstwirksamkeit zu stärken und mental gesund zu bleiben.

Harmoniebedürfnis: Wenn deine Anpassung eine Überlebensstrategie war

In meiner Praxis habe ich beobachtet, dass meine Kundinnen, die sich chronisch fremdbestimmt fühlen, oft schon früh gelernt haben, sich anzupassen – statt ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen.

Vielleicht erkennst du dich hier wieder: Wenn du keine große Welle schiebst, lieb bist und nach Vorgabe funktionierst, und darüber hinaus dafür sorgst, dass sich die Menschen um dich herum gut fühlen – nur dann fühlst du dich okay, sicher oder geliebt.


Hochempathische Kinder spüren die Stimmungen in ihrem Umfeld sehr genau.

Sie merken, wenn die Mutter angespannt ist oder der Vater wütend, obwohl er schweigt.

Ich nenne sie „Kinder mit empathischer Superpower“.

Sie fühlen, wie die Stimmung im Raum ist oder wenn die Atmosphäre kippt.


Und weil sich das nicht gut anfühlt und sie das nicht aushalten können, entwickeln sie unbewusst, eine weitere Fähigkeit.

Sie lernen, die Emotionen der anderen so weit wie es geht zu regulieren, weil sie noch keine Möglichkeit haben, sich selbst zu regulieren.

Sie werden zum sogenannten angepassten Kind, dem braven Mädchen.

Das Muster funktioniert und stabilisiert dein System – aber es kostet dich dich selbst.

Probleme kommen, weil sich das Programm durch dein gesamtes Leben zieht.

Davon werden die eigenen Entscheidungen beeinflusst und davon wiederum die Beziehungen zu anderen Menschen in allen Lebensbereichen.

Und dann kommt der Moment, da sagt die Seele: „Es reicht. Jetzt bin ich dran. Guck es dir an!“

Meistens sagt sie das nicht mit Worten.
Doch genauso habe ich mir das vorgestellt, um es begreifen zu können, was da passiert ist.

Die Seele schickt den Körper vor

Da die Seele flüstert und es in unserem Leben oft zu laut ist, können wir sie meist nicht hören.

Oder wenn wir sie hören, dann können wir nicht aushalten, was sie uns flüstert.

Wenn du sie nicht hörst oder ignorierst, lässt deine Seele irgendwann deinen Körper sprechen.


Bei mir war es Lippenherpes – ein körperliches Symptom für unterdrückte Gefühle.

Es begann mit Bläschen, wenn ich wieder etwas runtergeschluckt hatte, was ich hätte aussprechen sollen.

Unausgesprochene Worte und Grenzen, die ich dadurch nicht gesetzt hatte.

Das ist bis heute so.

Während ich heute handle, hielt ich damals den Mund.

Das Resultat nannte ich „Herpesfresse“.
Meine Lippe war ein einziger riesiger Herpes.

Ich ekelte mich vor mir selbst.

Zurück zur Seelenbotschaft, die ich nicht hören wollte.

Die Seele hat mir ihr Bedürfnis über den Körper gespiegelt.

Direkt an der Stelle, über die Sprache kommt.

Ich hab das damals nicht so gesehen.

Stattdessen kaufte ich in der Apotheke eine Salbe, was natürlich nicht geholfen hat.

Eine Klientin von mir hatte einen Bandscheibenvorfall.
Während die Schulmedizin fragte, ob sie was Schweres gehoben oder falsch gesessen hätte, fragte ich, ob es sein könnte, dass sie schon länger unsichtbares Gepäck mit sich rumschleppt.

Treffer versenkt.

Sie hatte jahrelang zu viel getragen, ihre eigenen Bedürfnisse ignoriert und die emotionale Verantwortung für andere übernommen.

Die Verantwortung für sich selbst hatte sie nicht auf dem Schirm.

Bis die Seele über den Rücken schrie: Stopp! Mach dich nicht mehr krumm! Entwickle Rückgart.


Weitere Fälle:

Entzündete Fußnägel, weil einem jemand immer wieder zu nahetritt und man die Grenze nicht setzt.

Ein Sturz, der ausbremst, weil man zu schnell unterwegs ist und Unaufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse geworden ist.

Der Hörsturz, weil man sich das Geseiher der anderen anhört, und die eigene Seele durch das Getöse nicht mehr hören kann.

Die Liste ist endlos.

„Ist ein bisschen weit hergeholt, oder?“ sagte mir mal jemand.

Für mich ist es das nicht.

Es ist Psychosomatik, wenn die Seele über den Körper spricht.

Für mich reicht es nicht, nur mit der Schulmedizin ‚rumzudoktern‘.


In der Regel kommen Menschen erst durch körperliche Symptome dahin, dass sie merken: Irgendwas passt nicht.

Sie gehen zu (Fach-)Mediziner:innen, vielleicht zur Physiotherapie, Heilpraktiker:in oder Homöopathie, dann in die Psychotherapie, aber nur vielleicht und wenn es wirklich sein muss.


Und früher oder später und nur wenn sie Glück haben und jemanden treffen, der den richtigen Spiegel hält oder den richtigen Ton trifft, geht etwas in Resonanz und sie kommen an den Punkt, an dem die wirkliche Frage auftaucht: Lebe ich eigentlich das Leben, das ich leben will? Oder das Leben, von dem ich glaube, dass ich es leben muss?


Was Selbstbestimmung wirklich kostet – die Seite, über die niemand spricht

Ich würde es mir zu einfach und dir zu schwer machen, wenn ich sagen würde: Lerne Grenzen zu setzen, lebe dein Leben, sei authentisch, und dann wird alles gut.

Selbstbestimmt zu leben hat einen Preis, denn wenn du in deinem System etwas veränderst, verändert sich das System.

Ist einfach so.


Wenn du anfängst, Nein zu sagen und klare Grenzen zu setzen, wird das nicht jeder in deinem Umfeld mögen.

Wer von deinem Ja profitiert hat – bewusst oder unbewusst und auf welche Weise auch immer –, wird irritiert, verletzt, wütend oder anders emotional sein.

Ich nenne es „emotional angefasst“.

Und für dich wird das schwer sein, denn wie ich es dir oben schon erklärt habe, hast du es ja so gelernt.

Wenn du aufhörst, die Stimmung anderer zu regulieren, entsteht Reibung.

Diese mögliche Disharmonie musst du aushalten lernen.

An diesem Punkt merken viele, wie schwer es ist, Grenzen setzen zu lernen.

Wenn du anfängst, Entscheidungen wirklich für dich zu treffen, verlierst du manchmal die Zustimmung von außen.

Statt des sonstigen Nickens bekommst du ein Kopfschütteln.

Da fehlt die in Worte gepackte Liebe und Anrufe bleiben aus.

Du gehörst dann zu den Verweigerern und hörst vielleicht das Wort „Egoistin“.


Das ist ein Riesending – vor allem, wenn du gelernt hast, dich über die Reaktionen und Gefühle anderer zu definieren.

Ein Riesenverlust und die Wohlfühlbilanz ist kurzfristig nicht ausgeglichen.

Doch langfristig lohnt es sich für dich, denn was du bekommst, ist ein Leben in dem du dich wohl(er) fühlst.



Was passiert, wenn du nicht hinschaust:

  • Kurzfristig: chronische Erschöpfung, schlechter Schlaf und das Gefühl, im Hamsterrad zu laufen – typische Anzeichen dafür, dass du nicht selbstbestimmt lebst.
  • Mittelfristig: Verlust des Gefühls für die eigenen Bedürfnisse. Du weißt irgendwann nicht mehr, was du eigentlich willst oder wie du deine eigenen Bedürfnisse erkennen kannst. Du verlierst die Verbindung zu dir selbst.
  • Langfristig: körperliche Symptome, die schlimmer werden, weil du offenbar mehr Schmerz brauchst, bis du etwas veränderst. Depression, Burn-out, damit du richtig viel Zeit bekommst, um aus dem Leben, das nicht deins ist, auszusteigen. der Moment, in dem der Körper die Notbremse zieht – wie ein Blinddarm, der nicht mehr warten will.

Selbstbestimmt leben als Frau

Vielleicht fehlt dir dieser Blick bisher in so gut wie jedem Artikel zum Thema Selbstbestimmung. Selbstbestimmt zu leben ist für Frauen oft schwieriger, weil gesellschaftliche Erwartungen im direkten Widerspruch dazu stehen.

Mädchen sind aufmüpfig, wenn sie Regeln hinterfragen.

Frauen sind zickig, wenn sie ihre Meinung vertreten.

Alles abseits von nett, angepasst, verständnisvoll wird sanktioniert.

„Jetzt seien Sie doch nicht immer so emotional.“ (Als ich in einem Meeting meine Unzufriedenheit aussprach).

„Wie, du hast noch keine Kinder?“ (Als ich mit über 30 immer noch kein Kind hatte.)

„Finden Sie das nicht ein bisschen zu ambitioniert?“ (als es um meine Karriere ging).

„Du bist einfach zu wählerisch.“ (Als es um mein Singelleben ging.)

„Wenn du so bist, will dich auch keiner. Dann endest du als alte Jungfer.“ (Als ich nach einem Date, die Reißleine zog).

Auch diese Liste könnte ich endlos fortsetzen, wenn ich weiter in meiner Vergangenheit krame.

Das ist kein Vorwurf an einzelne Menschen.

Aus meiner Arbeit ziehe ich den Rückschluss, dass das ein generationenübergreifendes Muster ist, dass sich so richtig tief verwurzelt hat.

Selbstbestimmt zu leben bedeutet für viele Frauen in erster Linie gegen diese Prägungen anzugehen.
In den täglichen kleinen Alltagsmomenten und das immer wieder.
Das bedeutet, unbequem zu werden, um selbstbestimmt zu sein.

Feierabend mit „Everybodys darling“ auch wenn es schwer fällt.

Franz Joseph Strauß soll gesagt haben „Everybody’s darling is everybody’s Depp“.

Also Schluss mit rumdeppen in der Harmoniefalle.

Dann lieber Topfschlagen im Minenfeld.

Für die Gefühle der anderen bist du nämlich nicht verantwortlich.

Nur für deine eigenen, und es reicht, wenn du dich um sie kümmerst.

Ich habe mich entschieden.

Lieber nehme ich die ein oder andere mentale Blessur mit, die ich in Nullkommanichts selbst heilen kann und habe dafür keine Herpesfresse mehr.

Das ist erlernbar.
Aber es braucht Bewusstsein und meistens auch Begleitung.

Innehalten: Fragen für dich

Frag deinen Körper: Was willst du mir sagen und welche meiner Bedürfnisse habe ich bisher übergangen?

Und das hier sind meine Fragen an dich:

  1. Versucht dir deine Seele über deinen Körper schon länger etwas zu sagen? Rückenschmerzen, schlechter Schlaf, Haarausfall. Hörst du zu und guckst hin?
  2. Was würdest du heute anders entscheiden, wenn du wüsstest: Die Welt geht nicht unter, wenn du Nein sagst? Kleiner Hinweis: Die Welt dreht sich einfach weiter und deine Umwelt gewöhnt sich daran oder verändert sich.
  3. Lebst du das Leben, das du wirklich willst? Oder steckst du eher in einem Leben, von dem du glaubst, dass du es leben musst, damit du geliebt wirst oder okay bist? Oder lebst du möglicherweise das Leben, das andere für dich vorgesehen haben, in dem du dich jedoch nicht wohlfühlst?

Der nächste Schritt – wenn du bereit bist hinzuschauen

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann, weil möglicherweise etwas in dir resoniert.

Mit dem DNLA-Persönlichkeitsprofil mache ich sichtbar, wo du gerade stehst – in deiner Selbstwirksamkeit, in deiner Fähigkeit, Grenzen zu setzen, in deinem Umgang mit den Erwartungen anderer.

Mit LUMEA kannst du sofort starten und deine Situation reflektieren.

Früher oder später heißt es: „Ran an die Arbeit und rein ins Trainingslager“.

Du entscheidest, wann du bereit bist.


FAQ – Häufige Fragen zu selbstbestimmt leben

Was bedeutet selbstbestimmt leben?

Selbstbestimmt leben bedeutet, die eigenen Entscheidungen aus innerer Überzeugung zu treffen und nicht fremdbestimmt zu handeln – nicht aus Angst vor Ablehnung, gesellschaftlichem Druck oder dem Bedürfnis, es anderen recht zu machen. Es geht nicht um Egoismus, sondern darum, die Hauptrolle im eigenen Leben zu übernehmen. Die Psychologie spricht hier von Autonomie als einem der drei Grundbedürfnisse des Menschen (Deci & Ryan, Selbstbestimmungstheorie).

Was ist der Unterschied zwischen selbstbestimmt und fremdbestimmt leben?

Wer selbstbestimmt lebt, handelt aus innerer Motivation heraus.
Wer fremdbestimmt lebt, richtet sein Handeln primär nach den Erwartungen anderer aus und verliert dabei oft die Verbindung zu den eigenen Bedürfnissen – oft ohne es bewusst wahrzunehmen. Fremdbestimmung ist in den meisten Fällen kein bewusster Verzicht auf Kontrolle über das eigene Leben, sondern ein früh gelerntes Muster.

Wie kann ich selbstbestimmter leben?

Der erste Schritt ist Bewusstsein: Wo sagst du regelmäßig Ja, obwohl du Nein meinst? Wo handelst du aus antrainiertem Pflichtgefühl, aus Angst oder einem Schuldgefühl – statt aus echter Überzeugung? Konkrete Ansätze: Grenzen setzen lernen, die eigene Meinung vertreten, kleine Entscheidungen bewusst für sich treffen. Größere Muster brauchen oft professionelle Begleitung, damit das Trainingslager reflektiert wird.

Was hat Selbstbestimmung mit Selbstwirksamkeit zu tun?

Selbstwirksamkeit ist das Vertrauen darauf, das eigene Leben durch das eigene Handeln beeinflussen zu können. Sie ist eine der wichtigsten psychologischen Voraussetzungen für Selbstbestimmung. Wer glaubt, keinen Einfluss zu haben, wird aufhören, selbst zu steuern – und sich in Abhängigkeiten einrichten, die sich nach außen wie Harmonie anfühlen, innen aber wie Enge.

Warum fühle ich mich fremdbestimmt, obwohl ich erwachsen und frei bin?

Weil Freiheit und das Gefühl von Freiheit zwei verschiedene Dinge sind. Viele Muster, die Fremdbestimmung erzeugen – Harmoniebedürfnis, Angst vor Ablehnung, chronische Anpassung – wurden in der Kindheit entwickelt und im Nervensystem verankert. Sie laufen auch im Erwachsenenleben automatisch ab, solange sie nicht bewusst gemacht und bearbeitet werden.

Ist Grenzen setzen dasselbe wie selbstbestimmt leben?

Grenzen setzen ist ein wichtiger Teil davon – aber nicht alles. Selbstbestimmt zu leben bedeutet auch, die eigenen Werte zu kennen, nach ihnen zu handeln, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und Entscheidungen zu treffen, die mit dem eigenen Lebensmodell übereinstimmen. Grenzen sind das sichtbare Ergebnis dieser inneren Klarheit.

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Marion Glück ist Mentorin für mentale Gesundheit, Autorin und ehemalige Offizierin. Sie begleitet Führungskräfte in herausfordernden Zeiten und verbindet psychologische Tiefe, unternehmerisches Denken und persönliche Erfahrung.

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