My KISS for you
- Loslassen ist ein aktiver Prozess. Du löst dich von Emotionen und Bedürfnissen, die dich binden, nicht vom Ereignis selbst.
- Festhalten kostet Kraft. Es hält dich im Gedankenkarussell und erhöht Stress bis hin zu Erschöpfung.
- Erkenne die dahinterliegende Emotion, nimm sie bewusst an, arbeite täglich damit und schaffe Abstand, um Muster zu erkennen.
Loslassen lernen bedeutet, sich bewusst von Gedanken, Gefühlen, Situationen oder Erwartungen zu lösen, die dir Energie rauben. Loslassen ist ein aktiver Prozess und er braucht Bewusstsein, Übung und die Bereitschaft, dich wirklich mit dir selbst auseinanderzusetzen.
Hinweis:
In diesem Artikel verwende ich KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder.
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Warum fällt es Führungskräften so schwer loszulassen?
Als Führungskraft bist du es gewohnt, Verantwortung zu tragen, Situationen zu steuern und Dinge in die Hand zu nehmen.
Genau das macht Loslassen so schwer: Es fühlt sich an wie Kontrollverlust.
Dazu kommen oft starke Emotionen, wie Wut, Enttäuschung, Frust, u.a.
Ich erinnere mich noch gut an einen Moment, als ich 2015 in einer psychosomatischen Klinik war.
Der Klinikleiter sagte zu mir: „Wenn Sie gesund werden wollen, müssen Sie lernen, das Thema loszulassen.“
Dieser Satz hat mich so wütend gemacht, weil er mir nicht erklärte, wie es geht.
Es klang nach „Mach es einfach“ – als wäre es die leichteste Sache der Welt und bedürfte keiner Erklärung des „Wie’s geht“.
Ich fühlte mich so dumm, weil nur ich offenbar nicht wusste, wie ich Themen loslasse.
Dabei war Loslassen das Schwerste, was ich je lernen musste.
Die Schlüsselfrage war für mich: Wer bin ich denn ohne das Drama?
Woran erkenne ich, dass ich loslassen muss?
Ein paar Zeichen, die dir zeigen, dass Loslassen nötig ist:
- Du denkst immer wieder an dieselbe Situation, obwohl du längst weißt, dass sich nichts ändern wird.
- Eine Emotion fühlt sich frisch an. Doch der Auslöser liegt schon lange zurück.
- Du erschöpfst dich mit Gedanken über Gerechtigkeit, Schuld, Vertrauen oder Kontrolle.
- Du merkst, dass du viel Energie in das „Warum ist das so?“ steckst, statt das hier und heute zu genießen.
Wie gelingt Loslassen konkret?
Loslassen ist kein Schalter, den du umlegen kannst.
Es ist ein Prozess mit einzelnen Phasen, deren du dir bewusst sein musst.
Schritt 1: Verstehe, was dich wirklich festhält.
Es ist nicht das Ereignis, das dich hält, sondern die damit verknüpfte Emotion.
Bei mir war es die Wut – geboren aus einem unerfüllten Bedürfnis nach Gerechtigkeit.
In der Klinik zu sein und mir die Worte vom Klinikleiter anzuhören, fühlte sich wie eine doppelte Bestrafung an.
Erst die Mobbingsituation, die mich krank machte und dann war es auch noch an mir zu verstehen, dass die Verantwortlichen vom System geschützt werden.
Erst als ich verstand, dass meine innere Arbeit für meine Genesung wichtig war, konnte ich anfangen, wirklich zu verarbeiten.
Dafür musste ich das, was mir passiert ist, erst mal in vollem Umfang annehmen.
Es ist wie mit einem Buch.
Wenn ich dir sage, stelle es ins Regal, dann musst du es erst in die Hand nehmen.
Du musst erst deine Situation und die damit verbundenen Gefühle annehmen und begreifen, bevor du loslassen kannst.
Schritt 2: Arbeite täglich daran.
Loslassen ist kein einmaliger Akt, sondern eine tägliche Praxis.
Starte mit den kleinen Themen, die dich im Kopf beschäftigen.
Finde die damit verknüpfte Emotion und das unbefriedigte Bedürfnis.
Erarbeite die zu dir passende Methode, um loszulassen.
Mittlerweile fühlt sich mein Leben dadurch deutlich leichter an – als hätte ich meinen Keller gründlich aufgeräumt und käme jetzt nur noch zum Staubwischen vorbei.
Schritt 3: Schaffe Bewusstsein.
Wer mitten im Getöse steckt, sieht die Zusammenhänge nicht.
Du brauchst Abstand und oft jemanden, der dir den Spiegel hinhält.
In meiner Arbeit liebe ich das Bild des Kinoprojektors.
Vieles übersiehst du nämlich, wenn du selbst mitten in deinem Film bist.
Schneller geht es, wenn du in netter Begleitung deine Situation auf eine Leinwand gespielt bekommst.
Mit ihr gemeinsam schaust du sie dir aus der Entfernung an.
Ich nenne es den „Popkornmodus“.
Was passiert, wenn ich nicht loslasse?
Festhalten kostet Energie. Die fehlt dir dann an anderer Stelle und für das was wichtig ist. Chronisches Nicht-Loslassen führt zu emotionaler Erschöpfung, erhöhtem Stresspegel und langfristig zu Burnout oder körperlichen Beschwerden. Es ist kein Zeichen von Stärke, an etwas festzuhalten, das dich aufreibt. Es ist Stärke, es loszulassen. Meine Mentoring sagte zu mir: Nur wer loslässt hat zwei Hände frei.
Wer kann mir beim Loslassen helfen?
Loslassen ist selten Solo-Projekt.
Vor allem, wenn es darum geht den Prozess zu lernen, kann dir eine professionelle Begleitung helfen, um die Muster zu erkennen, die dich festhalten.
Mit jedem weiteren Schritt gewinnst du mehr Leichtigkeit.
Als Mentorin begleite ich Führungskräfte genau in diesem Prozess: Bewusstsein schaffen, Emotionen verstehen, Handlungsfähigkeit zurückgewinnen.
Hast du Lust? Dann buche dir einen Termin und wir lernen uns kennen.
Loslassen lernen ist möglich, auch wenn es sich am Anfang für dich möglicherweise nicht so anfühlt.
Doch ich kann dir sagen: Wenn ich es kann, kannst du es auch.
FAQ
Wenn du nicht loslassen kannst, hält dich meist eine ungeklärte Emotion oder ein unerfülltes Bedürfnis fest.
Druck hilft nicht.
Probiere stattdessen diese Fragen:
Was fühle ich in Bezug auf …?
Was fehlt mir in Bezug auf …?
Gefühle verschwinden nicht auf Knopfdruck.
Sie werden schwächer, wenn du aufhörst, sie aktiv zu verstärken.
Das bedeutet: weniger Kontakt, weniger Gedankenkreisel und bewusste Ablenkung im Alltag.
Probiere es mit dieser Frage: Welche Bedürfnisse hat diese Person für mich erfüllt?
Wenn du lernst, dir diese selbst oder auf andere Weise zu geben, lösen sich die Gefühle nach und nach.
Dein Gehirn hält an offenen Themen fest.
Auf Druck verdrängen bringt also nichts.
Hilfreich ist ein klarer Umgang mit deinen Gedanken:
Nimm bewusst wahr, wann die Person auftaucht, und lenke deine Aufmerksamkeit aktiv um.
Finde Antworten auf diese Fragen:
Was ist noch offen?
Was ist unausgesprochen?
Was hast du noch nicht verstanden?
Sobald diese inneren offenen Schleifen geschlossen werden, verliert die Person Schritt für Schritt an Bedeutung.
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