Unseren Sommerurlaub haben wir knapp 2,5 Wochen in Kanada verbracht. Während ich meine Muschelrunden am Strand gedreht habe, stellte ich mir die Frage, ob ich in Deutschland bleiben will. Mein August war der Monat, in dem ich meinen Alltag mal richtig unterbrochen habe und danach ziemlich klar sah, was sich ändern muss.
Hinweis:
In meinem Blog verwende ich teilweise KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder. Diese sind jeweils gekennzeichnet.
Als Service für dich habe ich im Beitrag Produkte oder Dienstleistungen verlinkt. Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Ich erhalte bei deinem Einkauf eine Provision, ohne dass du mehr zahlst.
Whale Watching vor Brier Island
Wir waren schon vormittags am Strand und haben die Füße ins Wasser gehalten.
Später machten wir uns auf den Weg Richtung Brier Island in Nova Scotia. Auf dem Weg noch eine Wanderung zum Dancing Rock, dann zweimal Fähre, bis wir wirklich an der Spitze der Insel ankamen.
Bevor das Boot überhaupt ablegte, fand ich schon spannend, wie die dort mit Enttäuschung umgehen. Es gibt kein Geld zurück, wenn man keine Wale sieht. Stattdessen bekommt man einen Gutschein für eine weitere Fahrt und eine neue Chance Wale zu sehen. Ich mag die Haltung der Tourguides, denn sie erzählen uns, dass wir bei den Walen zu Gast sind und die Etikette wahren.
Keine 20 Minuten gefahren, da sahen wir schon die ersten Fontänen. Die Wale kamen so nah ans Boot, dass ich in ihr Luftloch gucken konnte, wenn sie Luft holten. Die Guides erkannten sie an der Musterung und Form ihrer Schwanzflosse und nannten ihre Namen. Es war so als würden die Wale darauf reagieren.
Vier Stunden ging die Tour und während ich nach der zehnten Fontäne immer noch nicht genug kriegen konnte, wurde es bei manchen anderen an Bord spürbar langweilig. Schon wieder ein Wal. Auf dem Rückweg konnten wir noch eine Adlerfamilie beobachten.
Ich war komplett beseelt von diesem Erlebnis. Es hat mir wieder gezeigt, warum mir Naturschutz und das Thema Mikroplastik wichtig sind, und dass ich immer wieder bei mir selbst gucken will, was ich konkret tun kann. Ich nutze die Zahncreme von Teethlovers, komplett ohne Plastikmüll. Ich lese die Umwelthäppchen von Beat K.. Außerdem liebe ich das Smarticular Ideenportal, aus dem ich mir regelmäßig was mitnehme.
Der Hauskauf-Gedanke in Kanada
Ich denke schon lange darüber nach, wo ich eigentlich leben will.
Deutschland wird für mich immer unerträglicher.
Politische Situation, Steuern, wie schwer es ist, hier ein Business zu führen.
Besonders deutlich gemerkt hab ich das während meiner Fehlgeburten und wie schwer es war, mein Business im Mutterschutz überhaupt am Laufen zu halten.
Nachdem ich die Coronahilfen vollständig zurückzahlen musste, wird aktuell geprüft, ob mir beim Elterngeld das gleiche passiert.
Danke, Deutschland!
In Nova Scotia hab ich mich sofort angekommen gefühlt.
Ich hab mit meiner Freundin vor Ort gesprochen, die mir erzählt hat, wie sie zu ihrem Ferienhaus gekommen ist.
Sie hat mir die Seite gezeigt, auf der Kanadier ihre Immobilienanzeigen einstellen.
Ich hab angefangen zu suchen und wer suchet, der findet.
Mr. Magic hielt das erst für eine weitere meiner Spinnereien.
Ich saß mit meiner Freundin am See, wir guckten Anzeigen, während er vom Stand-Up-Paddling zurückkam, und dann haben wir einen Makler angerufen und uns zwei Tage später das Haus angesehen.
Von innen eine Katastrophe, die von außen nicht sichtbar war. Möglicherweise hatte ich auch die Rosarote Strandbrille als Filter auf.
Aber so leicht werfe ich die Flinte nicht ins Korn.
Ich hab vor Ort einen Baugutachter gefunden und gemeinsam gucken wir uns weitere Objekte an.
So habe ich auf jeden Fall einen Rückzugsort, wenn ich mal eine Workation machen will oder wir nicht wissen, wo wir die nächsten Ferien verbringen sollen.
Simon und die Tusket Islands
An einem Tag hatten wir uns eine Tour zu den Tusket Islands gebucht.
Unser Guide hieß Simon, ungefähr 40, war eine echte Bereicherung.
Er hatte bis 2017 als Lehrer gearbeitet.
Das war ihm nichts und er kaufte sich ein Boot.
Seitdem fährt er damit Touristen zu den Inseln, im Winter verkauft er Fisch.
Er wirkte sehr ausgeglichen, glücklich und zufrieden.
Bevor wir überhaupt ablegten, stand er auf der Pier und erzählte uns vom Hummerfang, von den Fangzeiten, vom Leben in Kanada.
Dann sagte er mit einem Grinsen, dass er erst ablegt, wenn wir ihm drei Fragen stellen, die er noch nie gehört hat.
Danke für den Freifahrtschein für meine Neugier.
Die ersten beiden Fragen waren zum Thema Fischfang und den Tusket Islands.
Die Antworten hatte er sofort parat.
Dann war ich mit der dritten Frage dran und fragte ihn, was ihn an seinem Job am glücklichsten macht.
Große Augen, viele Fragezeichen und gleichzeitig freute er sich sichtlich über die Herausforderung.
Damit hatte er nicht gerechnet, weil das wirklich noch nie jemand gefragt hat.
Er nahm sich Zeit, sagte, das könne er nicht sofort beantworten, er müsse erst darüber nachdenken.
Die Antwort bekam ich später.
Auf dem Weg stoppte er irgendwann das Boot und kam mit dem Handy in der Hand aus der Kabine.
„Now I have an answer for you!“
Er erzählte dann, warum er sein Land liebt und dass es ihm wichtig ist, diese Schönheit Fremden zu zeigen.
Außerdem kann er selbst bestimmen, wann er Lust auf eine Tour hat.
Politik spielt an Bord keine Rolle. Keine schweren Diskussionen.
Außerdem verdient er damit sein Geld.
Das war für mich der spannendste Punkt.
Für ihn war das Geld-Thema überhaupt kein Problem.
Jemand fragte ihn später, ob er das auch umsonst machen würde, wenn er genug Geld hätte.
Er sagte sehr deutlich, dass er genug Geld hat und es trotzdem nicht als Ehrenamt macht.
Geld ist wichtig und es darf leicht und mit Freude kommen.
„Make money with fun.“
Das fand ich großartig.
Kein Anzeichen von Scham und keine Rechtfertigung.
Er will für das bezahlt werden, was er tut.
Wir landeten schließlich zur Mittagspause auf seinem Grundstück.
Zwei Tage vorher gab es eine Abfrage, was wir essen wollten.
Ich hatte mir auf Empfehlung meiner Freundin den Seafood-Chowder, eine Fischsuppe in Butter und Milch gekocht, bestellt.
Ich schwöre dir, der Fisch zerfiel auf der Zunge.
Ich war im Fischfeinkosthimmel angekommen.
Auf dem Rückweg habe ich mich gefragt, ob ich auf den Tusket Islands wohnen wollen würde.
Die Antwort war ein klares „Nein“.
Ich will eine Verbindung zum Festland, will bei schlechtem Wetter trotzdem mit dem Auto wegfahren können und nicht auf einer Insel gefangen sein.
Auch das hat mir noch mal gezeigt, wie wichtig mir Freiheit ist und was ich brauche, um mich frei zu fühlen.
Was im August 2026 sonst noch los war
- Ich bin ein Fan von Tim Hortons geworden, so wie der Rest meiner Familie.
- Ich habe meine Freundin in Hamburg besucht und mich mit weiteren Freunden im Norden getroffen.
- Ich war als Betatesterin für einen neuen KI-Assistenten bei Marike Frick eingeladen. Das hat sehr viel Spaß gemacht und die Einladung kam genau zur richtigen Zeit. Ein echtes Win-win-Projekt.
- Der Urlaub war für mich, wie jedes Jahr, ein Wellenbrecher. Ich hab gemerkt, wie mein Arbeitspensum sich seit letztem Sommer wieder nach oben geschraubt hat, wie viele Projekte gleichzeitig liefen.
- Da mein Fitnesstracker endgültig am Ende seines Lebens angekommen ist, tracke ich aktuell nichts.
Was steht im September 2026 an?
- Ich lege mein Rauhnächte-Journal neu auf.
- Ich bringe endlich alle Angebote auf meiner Webseite auf den aktuellen Stand.
- Und ich fahre zu einer Ausbildung nach Leipzig.
Was ich im August 2026 gebloggt habe
Dank der großartigen Blogparaden habe ich im August 8 Blogartikel veröffentlicht. Das hier gab es zu lesen:

Zum Auftakt gab es meinen Monatsrückblick Juli: Zweimal ist einmal zu viel. Ich merke übrigens, wie ich nicht von meinem Muster abweichen kann und den Monatsrückblick immer am 01. des Folgemonats veröffentlichen muss. Erst dann ist der Vormonat wirklich abgeschlossen.

Not-to-do-Liste: 4 Dinge, bei denen ich endlich Nein sagen gelernt habe

Am 05. August war es wieder Zeit für WMDEDGT und ich habe aus meinem Alltag berichtet. Was ich so den ganzen Tag mache? Ich glaube genauso spektakuläre Sachen, wie andere. In diesem Fall gab es nur einen kurzen Einblick in meinen Kalender. Zum Artikel

12 von 12 – August 2026: Mein Tag in 12 Bildern

Kraftquellen-Liste: 10 kleine Dinge, die mich innerlich stark machen

Scham als Ressource: Was mich meine Scheidung über schnelle Entscheidungen lehrte

Goldrausch oder Blockade: Meine Angst vor künstlicher Intelligenz
Wie war dein August 2026?
Hinterlasse mir gerne einen Kommentar: was hat dich diesen Monat bewegt? Verlinke auch gerne deinen Monatsrückblick.
Impulse von mir. Fü(h)r dich.
Gedanken, Fragen und Perspektiven für Führungskräfte.
Du wirst Teil meiner Community. Abmeldung jederzeit mit einem Klick möglich.



