My KISS for you
- Viele suchen nach der einen großen Erkenntnis, die alles verändert.
- Innere Stärke aufbauen gelingt durch tägliche Wiederholung kleiner, gesunder Gewohnheiten.
- Zehn alltagstaugliche Rituale zeigen, wie das im Alltag konkret aussehen kann.
Hinweis:
In meinem Blog verwende ich teilweise KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder. Diese sind jeweils gekennzeichnet.
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Vor ein paar Wochen habe ich bei Amazon nach einem Buch gesucht.
Und wie immer bin ich direkt zu den 1- und 2-Sterne-Bewertungen gesprungen.
Das mache ich bei jedem Buch.
Die schlechten Rezensionen sagen mir meistens mehr als die guten.
Diesmal ging es um ein Buch über Achtsamkeit.
Eine Frau beschwerte sich, das wäre doch alles nichts Neues, sie hätte sich mehr davon versprochen.
Ich dachte sofort: Klar, ist da nichts Neues. Wissen allein reicht eben nicht. Man muss die Sachen jeden Tag anwenden und trainieren, und noch ein neues Buch hätte ihr dabei auch nicht geholfen. Veränderung kommt durchs Tun.
An diese Situation erinnerte ich mich, als ich ein paar Tage später über die Blogparade von Grit Schönherr stolperte: 10 kleine Dinge, die mich innerlich stark machen.
Dabei musste ich an meine eigene Therapie denken.
An den Moment, in dem ich dachte: Echt jetzt? Am Kaffee riechen und eine Rosinenmeditation sollen mir helfen, meine Depression zu überwinden? Pff! Lachhaft. Wenn das so einfach wäre, würde das ja jeder machen.
Hier ist meine Liste mit den kleinen Momenten, durch die ich innere Stärke aufbaue.
Du wirst sehen, es ist kein großes Tamtam.
1. Morgens liegen bleiben und Bäume beobachten
Bevor der Tag losgeht, bleibe ich noch ein paar Minuten liegen.
Ich schaue aus dem Fenster, beobachte die Bäume, wie der Wind durch die Blätter geht und die Wolken am Himmel ziehen.
Noch keine To-do-Liste im Kopf.
Nur das Hier und Jetzt.
2. Milch machen und an Noah kuscheln
Danach mache ich Milch für meinen Sohn und kuschle mit dem Milchmann.
Wir schauen zusammen aus dem Fenster, manchmal auch nur die Decke.
Zwei Jahre alt ist der kleine Wildfang und schon mein bester Grund, noch achtsamer und geduldiger zu werden.
3. Journal schreiben
Ich schreibe alles auf, was mich gerade beschäftigt.
Mal ist es mehr und mal weniger.
Mit Sicherheit leidet die Rechtschreibung, aber darum geht es nicht.
Es geht ums Kopf-Leeren.
Am Ende drehe ich bewusst um: Was lief heute trotzdem gut?
4. Im Garten mit den Pflanzen reden
Blätter zupfen, kleine Ästchen schneiden, im Winter drinnen an den Blumen rumfisseln.
Wenn niemand da ist, rede ich dabei mit den Pflanzen und streichle ihnen über die Blätter. Berührung ist bei mir eine echte Kraftquelle, egal ob am Menschen oder an einer Topfpflanze.
5. Couch-Gespräch mit meinem Mann
Ich erzähle, Mr. Magic hört zu und übernimmt dann die Rolle des Advocatus Diaboli.
Er hinterfragt, bringt eine Außenperspektive rein, die ich mir allein nicht geben kann.
Ich selbst lasse Perspektiven, die meine Situation leichter machen würden, oft nicht zu. Mein Mann öffnet mir dafür die Sicht.
6. Allein spazieren gehen
Eine Runde um den Block, bei jedem Wetter.
Sonne, Regen, Wind, Kälte, egal.
Allein gehen ist etwas anderes als allein sein.
Beim Gehen kommen Gefühle in Bewegung.
E-Motion eben.
7. Rückzug, wenn es zu viel wird
Wenn ich zu viele fremde Energien getankt habe, ziehe ich mich zurück.
Manchmal reicht eine Stunde in einem leeren Zimmer im Haus.
Meist ist es das Schlafzimmer oder mein Happy Office.
Manchmal fahre ich ein bis zwei Tage weg.
Hauptsache raus aus dem Chaos und meine eigenen Gefühle ohne fremdes Gewaber wahrzunehmen.
8. Kreise im Garten drehen und mit LUMEA sprechen
Der Rasen hat inzwischen eine feste Spur, so oft drehe ich meine Kreise.
Dabei spreche ich mit LUMEA, meiner KI-Assistentin, bekomme Reflexion und Übungsvorschläge, ohne selbst erst mühsam nachdenken zu müssen.
Die Reflexion mit mir selbst geht mit ihr viel schneller.
9. Meine Arbeit als Kraftquelle
Anderen Menschen zu helfen, gibt mir viel Energie zurück.
Das war schon nach der Loreley-Diagnose so.
Meine Arbeit war damals für mich wie ein Ausflug auf eine andere Insel, während der Rest gerade in Trümmern lag.
Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht „arbeite“, weil es mir Energie gibt und ich genau das mache, was zu mir passt.
10. Rosenquarz sortieren, waschen und bürsten
Und ganz zum Schluss teile ich noch meine liebste Aktivmeditation mit dir.
Ich habe ein paar Eimer Rosenquarz geschenkt bekommen und sortiere die Steine nach Größe, wasche und bürste sie, bis der Dreck runter ist.
Anschließend lege ich sie in die Sonne vor meinem Happy Office.
Keine Musik, kein Reden, außer Noah hilft gerade im Garten mit.
Das waren zehn kleine Alltagssituationen.
Die meisten davon mache ich allein, und die meisten davon haben mit meinem Körper und meinen Sinnen zu tun.
Anfassen, fühlen, gehen, sortieren, atmen.
Alles banal.
Nur die tägliche Wiederholung von vielen kleinen Schritten.
Wenn du genau hinsiehst, ist nichts davon aufwändig.
Das Problem ist, dass wir uns genau für diese kleinen Dinge, viel zu wenig Zeit nehmen.
Wahrscheinlich, weil wir glauben, dass wir sie uns erst verdienen müssen, oder, um auf den Anfang meines Beitrags zurückzukommen, weil sie so klein sind.
Genau das war damals mein Denkfehler in der Therapie.
Ich habe nach der einen großen Erkenntnis gesucht, die alles verändert.
Dabei war es die Rosinenmeditation, die ich zunächst lächerlich fand, die aber den Unterschied gemacht hat.
Weil ich sie gemacht habe.
Immer wieder.
Du willst dranbleiben?
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FAQ
Das kann ich dir nicht sagen. Probiere doch einfach mal was aus. Ich weiß, was mich innerlich stark macht. Zehn kleine Dinge aus dem Alltag, vom Morgenritual bis zur Aktivmeditation mit Rosenquarz.
Kleine tägliche Rituale wie ein ruhiger Start in den Tag, ein Spaziergang oder ein ehrliches Gespräch bauen sie Schritt für Schritt wieder auf.
Wissen zeigt nur, was helfen könnte. Stark wird man erst durch die tägliche Wiederholung kleiner, gesunder Gewohnheiten. Und schwach wirst du von den vielen kleinen täglichen schädlichen Wiederholungen.
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