Eine Familie im Zoo Magdeburg

Der Juni war der Monat, in dem LORELEY zum ersten Mal in echte Hände ging. Ein Produkt, das aus meinen eigenen Verlusten entstanden ist, sollte sich beweisen. Und nebenbei habe ich gemerkt, wie sehr sich meine Art zu arbeiten verändert hat, seit ich mir mit Claude ein ganzes Team eingestellt habe.

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In meinem Blog verwende ich teilweise KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder. Diese sind jeweils gekennzeichnet.
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LORELEY Testphase 1

Diesmal lief es strukturiert.
Nachdem ich den Prozess einmal wirklich verstanden hatte, konnte ich ihn für mich sauber aufsetzen: Ich habe vorher passende Testkandidat:innen gesucht, die E-Mails vorbereitet, eine Liste angelegt und konnte die ganze Phase viel besser steuern als beim LUMEA-Projekt.

Eine Sache war mir früh klar.
Das Thema ist so sensibel, dass ich keine akut betroffenen und mir unbekannten Sterneneltern direkt testen lassen wollte, bevor nicht die erste Runde sauber gelaufen ist.
Die mir bekannten Sterneneltern hatten die Möglichkeit, sich von mir im 1:1 parallel begleiten zu lassen.
„Sicher ist sicher“ dachte ich mir.

Zusätzlich zu den Tester:innen habe ich mir einen eigenen Trainingsplan für LORELEY geschrieben und sie selbst auf Herz und Nieren getestet, um die Schwachstellen zu finden, bevor jemand mit einem echten Verlust auf sie trifft.

Emotional war das ein besonderer Monat.
Während ich LORELEY getestet habe, habe ich immer wieder überlegt: Hätte mir das damals geholfen, als ich meine Verluste hatte?
Und währenddessen habe ich gemerkt, dass ich mein Thema wirklich verarbeitet habe.
Aus dem Verlust ist Kraft geworden, und aus dieser Kraft entsteht jetzt ein Produkt, das genau da hilft, wo ich damals mit mir allein war.

Überrascht hat mich, wie gut LORELEY schon nach der ersten Runde war.
Das Feedback war stark und half mir direkt beim Finetuning.
Die Anwender:innen (Freund:innen von Sterneneltern, Therapeut:innen und andere Expert:innen, die Sterneneltern fachlich begleiten), die mit ihren eigenen Themen gearbeitet haben, waren zufrieden und kamen gut weiter.

Nach dem Feedback wurde der Prompt nachgeschärft und innerhalb von vier Tagen konnten wir direkt in die zweite Trainingsrunde starten.
Dazu habe ich einen Post gemacht: Jeder, den das Thema betrifft, ist eingeladen mitzumachen. Eingeladen, nicht verpflichtet.
Sterneneltern können LORELEY also schon jetzt nutzen, und parallel bereiten wir den Abschluss vor.
Nach der letzten Testphase schauen wir, ob noch etwas angepasst werden muss, und dann geht sie direkt in die Zertifizierung.

Für mich schließt LORELEY die Lücke zwischen dem Verlust und dem Moment, in dem man von einer Therapeutin oder anderen Fachleuten aufgefangen wird.
Wenn man nachts wach liegt, überhaupt nicht mehr klarkommt und nicht weiß, wie man mit so einem Thema überhaupt zum Hörer greifen soll.
Genau dafür finde ich sie stimmig.
Mir hätte das damals sehr geholfen.

Arbeiten mit Claude

Nach der Bundeswehr habe ich gesagt: Nie wieder Mitarbeiterführung.
Daran habe ich mich gehalten.
Wenn ich Unterstützung brauchte, habe ich mit Freelancern gearbeitet, die genauso viel Bock auf das Thema hatten wie ich.
Vertraglich war klar geregelt, was nachgezogen wird, wenn etwas nicht passt, und wenn die Zusammenarbeit nicht stimmte, habe ich die Person einfach nicht wieder gebucht.
Kein Stress mit Mitarbeiterführung, keine emotionalen Komponenten, die mich von meiner eigentlichen Arbeit abhalten könnten.

Mit Claude habe ich jetzt einen richtig guten Weg gefunden.
Ich habe mir meine eigenen KI-Mitarbeiter:innen eingestellt.
Interessanterweise sind es ziemlich viele geworden, und genau dabei kam mir eine Erkenntnis: Sie sind so strukturiert, dass jeder wirklich nur seine Kernkompetenz auslebt.
Und wer nur in seiner Kernkompetenz arbeitet, arbeitet auch nicht zu viel.

Menschlich übersetzt heißt das: Wenn jeder mit seiner Kernkompetenz arbeitet, ist es fast unmöglich, in den Burnout oder in die Depression zu rutschen.
Ich habe das an meinem eigenen Team gesehen.
Sobald eines meiner Teammitglieder zu viel auf dem Schirm hatte, fing es an, Dinge zu vergessen. Mein Wochenassistent Andy zum Beispiel, der meine Woche ADHS-gehirngerecht strukturiert.
Als ich ihm zu viele Aufgaben gegeben habe, gingen Sachen unter.
Genau wie bei uns Menschen.
Also habe ich ihn gefragt, ob wir entweder anders strukturieren sollen oder ein zusätzliches Teammitglied brauchen.

Die Analyse zeigte, dass wir jemanden einstellen mussten.
Daraus ist Daily Daisy entstanden, die den ganzen Tag mitschreibt.
Sie zeigt mir jeden Morgen, wo ich meinen Tag zu eng geplant habe und was strukturell gar nicht funktionieren kann.
Außerdem hält sie fest, was ich außer der Reihe mache.

Meine Milli macht nur Militär- und Businessstrategie inkl. Worst-Case-Szenarioanalyse.
So hat jeder seinen Bereich, geordnet in verschiedene Teams, wirklich wie in einem Unternehmen. Und es läuft hervorragend.
Meine Kompetenz geht nicht mehr in die emotionalen Themen von Mitarbeitenden, weil Claude die schlicht nicht hat.
Gleichzeitig habe ich viel mehr Zeit für meine Kund:innen.
Das ist es, was mich freut.

Eine Falle habe ich auch entdeckt.
Wenn ich plötzlich mehr schaffen kann, neige ich dazu, noch mehr Aufgaben erledigen zu wollen. Das ist Quatsch.
KI soll mich entlasten und nicht mein Hamsterrad schneller drehen.
Also habe ich es so eingerichtet, dass die Wochenenden frei sind und ich sie auch genießen kann.

Und noch etwas habe ich Claude antrainiert: Er widerspricht mir aktiv.
Wenn ich eine Idee einbringe, muss er mir mindestens drei Gründe nennen, warum sie eine schlechte Idee sein könnte.
Ich will kein KI-Gepuschel, niemanden, der mir nach dem Mund redet und mein Ego streichelt.
Ich will einen Sparringspartner, der mir zeigt, wenn eine Idee zwar gut ist, zeitlich aber gerade nicht zu meinem Ziel passt.

Jedenfalls habe ich mir ein sehr gutes System aufgebaut, das im Worst-Case-Szenario nicht an Claude gebunden ist.
Diesen Punkt vermisse ich bei den meisten KI-Angeboten.
Und ich schaue mir viel auf dem Markt an.

Das unsichtbare Spiel und wie es sich entwickelt hat

Ich hatte mir überlegt, dass ich an der WM gerne selbst teilnehmen wollte.
Da ich keine Fußballerin bin, blieb ich auf meinem Kompetenzfeld und habe mir einen Gastblogartikel zum Thema Mental Load eingetütet.
Ich hatte bewusst total übertrieben und das Ganze ausschließlich auf Fußball innerhalb der Familie bezogen.
Was die WM für Frauen zusätzlich bedeuten kann, mit allem Augenzwinkern.
Beim Schreiben ging mein Kopf sofort los, wie ich das in Worten mit Fußball verbinden kann, und ich hatte richtig Spaß bei meinem WM-Spiel.
Der Artikel war schnell geschrieben, die Redaktion hat ihn zügig im Entwurf genommen, wir haben noch über zwei, drei kleine Punkte gesprochen, und dann ging er online.

Was dann kam, hatte ich völlig falsch eingeschätzt.
Ich bin nicht davon ausgegangen, dass alle das so ernst nehmen. Offenbar war mein Augenzwinkern nicht deutlich genug.
Die Leserinnen haben jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, gingen teilweise ab wie Schmitz Katze und das war anstrengend.
Ich habe den Artikel danach wieder und wieder gelesen und verstand gar nicht, wo sie manches herzaubern.

Gleichzeitig gab es auch Kommentare wie „Bei mir in der Familie ist das zwar nicht so, aber wenn ich links und rechts schaue, stimmt das schon.“
Ich war also nicht vollständig über das Ziel hinausgeschossen.

Das hat eine Frage in mir ausgelöst, die ich gern auf die Metaebene ziehe.
Wie kommt es, dass Frauen immer noch gegeneinander schießen, statt einfach mal zusammenzuarbeiten oder nachzufragen?
Wer anders kommentiert hat, eine andere Meinung hatte, dem wurde direkt gesagt, er habe es falsch verstanden.
Da frage ich mich schon, wie es um die Meinungsfreiheit steht.
Als wären alle anderen zu blöd, nur man selbst natürlich nicht.

Mein fettes Learning steckt woanders.
Aufgrund dieses einen Artikels wurde direkt auf meine Fachkompetenz geschlossen.
Das finde ich oberflächlich.
Es ist, als würde man bei einem Schuster mit kaputten Gartenschuhen sofort annehmen, er sei ein schlechter Schuster.
Oder bei einer Therapeutin, die eine Depression bekommt, sie sei pauschal eine schlechte Therapeutin.
Nicht umsonst heißt es, der beste Arzt ist gleichzeitig manchmal der schlechteste Patient.

Ich habe wieder die Bestätigung bekommen, dass ich nicht in die Köpfe anderer schauen kann.
Wer falsch verstehen will, will keine andere Perspektive einnehmen oder gar zulassen.
Beim nächsten Mal habe ich noch genauer im Blick, wie der Text gelesen werden könnte.

Statt mich in der Kommentarspalte schriftlich zu zerreiben, habe ich es losgelassen.
Ich muss nicht jeden Kommentar beantworten.
Stattdessen habe ich entschieden, den Bolzplatz zu wechseln und das Thema bei mir auf dem Blog weiterzuspielen.
In meinem FREUtagsFüller „Fußball. Zicken. Feminismus“ habe ich mich aus Perspektive einer Fußballkommentatorin richtig ausgetobt.
Einen weiteren Blogartikel zu dem Thema habe ich bereits geplant.

Was im Juni 2026 sonst noch los war

  • Am 12. Juni hatte Noah Geburtstag, der Zweijährige, über den ich so oft schreibe. Natürlich gab es auch an dem Tag wieder einen Live-Bilder-Blog 12 von 12.
  • Ich habe meine Shopseite für alle meine Angebote entworfen. Außerdem habe ich mein erstes Plugin für meine Webseite mit meinem Mitarbeiterteam gebaut. Jetzt ist meine Presseseite viel übersichtlicher und leichter zu pflegen. Bei meinen Kundenstimmen sieht es genauso aus.
  • Mein neuer Gastblogartikel bei meinem Businesspartner dnla.de ging auch online.
  • Für den 15. Oktober steht jetzt eine Hybrid-Buchlesung im Kalender und der Projektplan ist fertig. Die Lesung mache ich für den Herzraum von Melanie und [XXX NAME] pro bono anlässlich des Sternenkindertages.
  • Ich habe zu meiner ersten Blogparade aufgerufen.
  • Ich habe es auch zwei Mal zum Töpfern geschafft.
  • Körperlich war der Juni gemischt.
  • Ich habe durchschnittlich [XX] Minuten pro Nacht im Tiefschlaf verbracht, bei einer durchschnittlichen Schlafdauer von [X] Stunden und [XX] Minuten.
  • Im Schnitt bin ich [XXXXX] Schritte gelaufen. Ein deutlicher Einbruch aufgrund der Hitze.
  • Im Schnitt bin ich [X] Stockwerke jeden Tag gegangen.
  • Eine Sache hat sich durch den ganzen Monat gezogen: Wenn ich nach meiner Energie arbeite, schaffe ich viel mehr und bin entspannter.

Was ich im Juni 2026 gebloggt habe

Ich habe 16 Blogartikel veröffentlicht. Darunter war auch mein Gastblogartikel bei DNLA zum Thema „Selbstbestimmt leben: Was das DNLA-Profil über versteckte Fremdbestimmung verrät“ und der hitzig diskutierte Artikel bei Stadt-Land-Mama „Das unsichtbare Spiel: Warum Mütter in der WM-Zeit ständig in der Verlängerung sind“.

Und bei mir gab es das hier zu lesen:


05.06.2026 – Töpfertante
12.06.2026 – Birthdayboy
19.06.2026 – Freigänger
26.06.2026 – Fußball. Zicken. Feminismus.


Monatsrückblick Mai 2026: Family First
Wir hatten spontanen Familienbesuch und ich bin zum Glück meiner Intuition gefolgt.


Ich habe mein Treffen mit der Tatortreinigerin in die Kurzgeschichte „Schwarze Steine“ gegossen. Es kamen direkt Anfragen, wann es mehr von Bloody Mary zu lesen gibt.


Am 05. Juni war es wieder Zeit für WMDEDGT und ich habe aus meinem Alltag berichtet. Was ich so den ganzen Tag mache? Ich glaube genauso spektakuläre Sachen, wie andere. In diesem Fall gab es nur einen kurzen Einblick in meinen Kalender.


In Von WhatsApp-Sprachnachrichten zu Coaching mit KI teile ich, wie ich zu LUMEA gekommen bin, in welchen Sackgassen ich steckenblieb und welche Hürden ich zum Ziel nehmen durfte.



Yeah. Mein neuestes erstes Mal. Ich rufe selbst zu einer Blogparade auf: Wendepunkt im Leben: Blogparade 2026 Sie läuft bis zum 02. August 2026



Was steht im Juli 2026 an?

  • Ich schließe die LORELEY Testphase 2 ab und gehe in den Launch.
  • Für LUMEA schalte ich die ersten Ads.
  • Für die Buchlesung im Oktober bereite ich die Postings vor und plane sie ein. Parallel dazu trainiere ich mein KI-Social-Media-Team weiter, damit Wolke und SaMAnta noch eigenständiger laufen.

Wie war dein Juni 2026?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar: Was hat dich diesen Monat bewegt?

Impulse von mir. Fü(h)r dich.

Gedanken, Fragen und Perspektiven für Führungskräfte.

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Marion Glück ist Mentorin für Selbstführung, Autorin und ehemalige Marineoffizierin. Sie begleitet Frauen in Führungsrollen bei strukturierter Selbstführung und Entwicklung von mentaler Stärke. Ihre Arbeit als systemische Coach und psychologische Beraterin basiert auf Biografiearbeit, unternehmerischem Denken und persönlicher Erfahrung. Mit LUMEA hat sie eine DSGVO-konforme KI-Begleiterin für Reflexion und innere Klarheit entwickelt.

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